Brolag
Anmerkung: Diese Informationen beziehen sich auf einen Zeitraum um das Standardjahr 2.160.


Bild: KI-generiert

Die Methanhölle
Brolag ist eine gigantische Sumpf- und Tundrawelt ohne Reiz, überzogen mit gefährlichen Organismen und einer stinkenden Atmosphäre. Die südliche Hemisphäre ist kalt und ganzjährig mit einer Permaeisschicht bedeckt. Die meisten der hier lebenden Organismen sind auf ein Dasein im Eis eingerichtet und können nur als äußerst gefährlich bezeichnet werden.
Der Äquatorialgürtel hinzugeben ist deutlich wärmer und zum Großteil von Steinwüsten bedeckt. Wenn die Temperaturen im Sommer von 20 auf bis zu 50 °C ansteigen, zieht sich das Pflanzen- und Tierreich unter die Oberfläche zurück und oben bliebt nahezu nichts, was zum Überleben notwendig wäre. In dieser Zeit herrscht hier brütende Stille. Während der kühleren Jahreszeiten ziehen jedoch Herden großer Reptilien durch die Tundra und weiden das wenige, für andere Spezies giftige Gras ab. Große Predatoren gibt es nicht viele, aber dafür jagen die meisten der kleineren in Rudeln. Am gefährlichsten ist diese Umgebung jedoch seiner Geysire wegen. Unvermittelt kann es jeder Zeit zu einem Ausstoß heißen Methans kommen und nicht selten entzündet sich das mit dem Sauerstoff der Luft entstehende Gemisch. Dann kommt es zu Steppenbränden die noch weniger Nahrung für die Tierwelt zurücklassen. In solchen Zeiten ziehen die großen Herden südwärts und viele der Tiere verenden unterwegs an Unterernährung. Innerhalb kurzer Zeit entstehen nun wahre Heere von aasfressenden Insekten, die sich derart vermehren, dass binden weniger Tage Felder von blanken Knochen aus der schmutzigen Krume erwachsen. Dies geht sie weit, dass es um den Äquator Brolags schier endlose Tierfriedhöfe gibt, die man an machen Tagen sogar vom Orbit aus wahrnehmen kann.
Im Norden, bleibt es über alle Jahreszeiten warm und schwül. Hier herrscht zeitlos eine Armee blutsaugender schwirrender Insekten, die gnadenlose jedes Lebewesen aussaugen, dass den Fehler macht hierher zu kommen. Weite Teile dieses Landes sind mit Asphalttümpeln bedeckt, in denen Lebewesen wie das gewaltigen Bortughul lauern. Kommt man ihm zu nahe, wird man unweigerlich von seinem Tentakeln in die Tiefe gezogen. Hier ist die Artenvielfalt noch größer als im Süden. Die größte Artenvielfalt jedoch findet man im Wasser der Ozeane, die mit zehn bis zwanzig Metern nicht tief sind, aber durch ihren eher geringen Salzgehalt einer gewaltigen Masse an Lebensformen eine Grundlage bieten.
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Verpestete Sümpfe und verfluchter Wälder
Landschaftlich ist Brolag ein Chaos aus Sümpfen und giftigen Wäldern. Alles hier kämpft ums Überleben. Man kann tausende von Kilometern mit einem Speederboot in eine Richtung fahren und keine noch so kleine Veränderung an der ewig tödlichen Sumpflandschaft erkennen. Alle Pflanzen wirken toxisch, geben Nervengifte in Form von Pollen in die Luft ab oder schießen sogar Giftpfeile auf andere Lebensformen. Noch gefährlicher sind die dichten Wäldern des Planeten. Es ist, als lebe alles Lichtscheue und Jagderfahrene, in den Schatten der Bäume. Klauen und Zähne scheinen die Systemsonne zu scheuen. Sie lauern in der Dunkelheit und fallen über alles her, was den Schatten zu nahe kommt. Vor allem die südlichen Länder wie Bronusch, das größte der alten smavarischen Reiche Brolags sind von solchen Wäldern umgeben. Das gefährlichste aber, was diese Länder zu bieten haben, sind die Veggel, die über alles herrschende Spezies des Planeten. Diese Wesen waren einst die Sklaven der Smavari, doch sie haben ihre Herren einst vernichtend geschlagen und führen nun ein Leben der Barbarei. Sie bewohnen die stillen Ruinen der Civics längst vergangenen Glanzes, unfähig selbst etwas zu schaffen. Hier inmitten der Zeugen der Vergangenheit gibt es zweifellos unwägbare Schätze aber auch tödliche Wächter und Fallen, denn die smavarischen Erbauer waren kein bisschen weniger brutal und gnadenlos wie ihre Mörder.
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Auf verlorenem Posten
Immer wieder versuchen die verschiedensten Konzerne der SUKOT, shivaitische Aussiedler und ochaponesische Millitärs auf Brolag Fuß zu fassen. Allein der Bodenschätze wegen, ist der Riesenplanet sicher einen Anflug wert, aber die mehr als unglücklichen Wetterverhältnisse, die harte Atmosphäre und vor allem die überdurchschnittlich hohe Schwerkraft machen diese Unterfangen alles andere als einfach. Sie senden Siedler und Abwurfplattformen, schaffen Mienen und Lager, doch stets erobern die endlosen Sümpfe der Methanhölle ihre Ländereien zurück. Offenbar kann sich niemand außer den schrecklichen Veggel auf Dauer hier halten.