EG › Geographie › Planeten

Tipod

Inhaltsverzeichnis | Datenlink | Historie

Eigenschaften

Auf der Karte anzeigen

Kennung: O5Tp18p92-8

Quadrant: 18|92

Fraktion: Tmene Snisti

Zone: Tanbarische Zone

Sonnensystem: Oli

Sonne: Oli (gelb)

Mond: Brodd

Stelle: 5 von 5

Umlaufzeit: 1,4 Standardjahre

Größenkennung: 8

Durchmesser: 19.065 km

Umfang: 59.894 km

Gravitation: 0,8 g

Wasserfläche: 17 %

Atmosphäre: Stickstoff 82 %, Sauerstoff 16 %,
Edelgase 2 %

Bevölkerungsdichte: 11 Milliarden (Dusmi 10 Milliarden, Andere 1 Milliarden)

Subraumgeschwindigkeit (Quadranten/Tag): 2

Subraumsicherheit: 4

Entfernung zum Spurngtor: 7,9 Tage

Auftragslage: -5

Sprungpunkte: Datn, Yybcor

Völker: Abara, Dusmi, Lurge, Tapisisken

Alchemistische Zutaten: A5 B5 C6 D5

 

Im Sandsturm der Ewigkeit

Steppenlandschaften und ein seit millionen von Standardjahren andauernder Sandsturm über der Äquatorialzone machen den fünften Planeten des Oli-Systems zu einem unwirtlichen und lebensfeindlichen Ort. Im Sommer ist die Oberfläche brühend heiß und in den Nächten überzieht Frost die kargen Wüsten und Steppen. Im Winter sinken die Temperaturen unter Null Grad und verwandeln ganz Tipod in eine Eiskugel. Die hiesige Flora ist äußerst robust und hat nur wenige genießbare Arten hervorgebracht. Die meisten Pflanzen nutzen Stacheln zur Hydration oder konzentrieren ihr Wachstum mehr auf ihre Wurzeln als auf ihre kläglichen, der gnadenlosen Sonne ausgesetzten Auswüchse an der Oberfläche. Tipods Tierwelt besteht weitestgehend aus dickschuppigen Reptilien, Schlangen und grotesken Vierflüglern aus der Gattung der Aves. Sie leben meist von Insekten und Arachniden oder es handelt sich bei ihnen um Predatoren, die nach größerer Beute Ausschau halten. Viele von ihnen nutzen die Dämmerstunden, um nach Nahrung zu suchen.

Auf der Suche nach Gold

Es gibt Dutzende von Dusmi-Kulturen auf Tipod, doch die meisten von ihnen haben etwas gemeinsam: Dusmi sind Erzsucher. Sie sammeln die seltenen Elemente aus dem Wüstensand, waschen Metalle aus den wenigen Bächen und Flüssen ihrer Heimatwelt und bereisen ihren Mond auf der Suche nach Rohstoffen. Auch Bergbau gehört zu ihrem Repertoir. Sie veredeln Metalle, erfanden schon so manche seltene Legierung und gelten in der Tanbarischen Zone als anerkannte Wissenschaftler.

Regiert wird Tipod von einem Nationalrat, der aber leider als instabil bezeichnet werden muss. Immer wieder kommt es zwischen den verschiedenen Völkern zu Auseinandersetzungen oder gar Kriegen. Dieser internen Disharmonien wegen fällt es dem Nationalrat schwer, außerplanetare Entscheidungen zu treffen. Politisch sehen sich die Dusmi neutral, aber in der Tanbarischen Zone gelegen, kommen sie nicht umhin, die Tmene als herrschende Macht anzuerkennen. Wollen sie ihre eigenen Waren durch diesen Raum transportieren, müssen sie die Zollbestimmungen der Handelsprinzessinen akzeptieren und Schutzgelder in Kauf nehmen.

Glaskunst der Gaspen

Antipodische Madalurgen sind wertvolle Artefakte aus der Gaspen-Zeit. Die vor über 8.500 Lokaljahren ausgestorbenen Gaspen waren die zweite auf Tipod eingeborene intelligente Spezies neben den Dusmi. Es handelte sich bei ihnen um vierbeinige Reptilien, deren Füße sich zu Greifhänden entwickelt hatten. Sie schufen einfache Waffen aus Stein und Holz und waren in der Lage, Glas zu schmelzen und zu bearbeiten. Ihr Lebensraum erstreckte sich über ganz Tipod. Warum sie letztendlich ausstarben ist nicht überliefert.

In der Frühzeit der Dusmi kam es zwischen diesen und den Gaspen zu erbitterten Kämpfen. Doch auch diese Epoche liegt im Dunkeln, fand sie doch zu einer Zeit statt, in der beide Spezies weder über eine Schrift noch sonstige Arten der Aufzeichnungsmethoden verfügten. Gewiss ist, dass die Gaspen sich nach Süden zurückzogen. Schließlich gab es nur noch vereinzelte Gaspenstämme und mit dem Rückgang des Wassers auf Tipod starben sie ganz aus. Was bleibt, sind ihre wunderbaren Glasarbeiten, die sich in der ganzen Galaxie größter Beliebtheit erfreuen. Ganz besonders wertvoll sind dabei die Antipodischen Madalurgen. Sie bestehen aus geschmolzenem und weiterverarbeitetem Meteorglas. Ein solcher Madalurge kann in den reichen Zivilisationen der IGA mehrere Millionen Credits wert sein. Hierbei spielen die Größe des Artefaktes und die künstlerische Ausführung, sowie sein Alter und sein Zustand eine große Rolle.

Erste Zivilisation

Knochenfunde aus einer Zeit um das Standardjahr -410.000 belegen primitive Dusmivorfahren auf Tipod. Diese Kulturen lebten in Höhlen oder ganz ohne Unterkünfte in den Steppen und Wäldern.

Rynf von Pernonz

Einer der fortschrittlichsten Staaten Tipods ist Rotpr. Die Hauptcivic und der Regierungssitz Rotprs ist Pernonz, eine Megacivic südwestlich des großen Zentralsturms von Tipod. Bekannt ist Pernonz für die Savno-Straße, Block 8a. Hier lebte Rynf T. Wadnoz, ebenso bekannt unter dem Namen Rynf von Pernonz. Wie jedem belesenen Wesen der Galaxie bekannt sein dürfte, gilt RTW als einer der begnadetsten Autoren des zwanzigsten Milleniums. Sj 1.924 geboren, verfasste er in den dreiunddreißig Standardjahren seines Schaffens eine Vielzahl anerkannter Werke der Belletristik und der Philosophie. Desweiteren kursieren tausende von Nachrichten, die er seinen Co-Autoren und Verlegern schrieb. In ihnen hinterließ er der Nachwelt seine politischen und ethnischen Überzeugungen. RTW starb jung im Alter von 51 Standardjahren an akutem Magenversagen. Er verzichtete aus Glaubensgründen auf jegliche kybernetische Behandlung.