Der Dreigeteilte Gott
Bild: Elena Reischl

Namen & Bezeichnungen
Viele Kulturen in denen der Glauben an den Dreigeteilten Gott, das sogenannte Geteiltentum, vorkommt nutzen vereinfacht das Wort Gott, wenn sie über ihren Glauben sprechen. Tatsächlich sehen die Glaubenslehren aber andere Bezeichnunge vor.
- Der Dreigeteilte Gott › Der Begriff Dreigeteilter Gott soll deutlich machen, dass es sich bei dieser allmächtigen Wesenheit, um ein Dreigestirn von Prinzipien geht, die ohne einander nicht existieren können.
- Der Dreigeteilte › Dies ist die vereinfachte Form des vollen Namens und wird häufig in ländlichen Gegenden genutzt und stellt keine Erniedrigung dar.
- Drei › Die kürzeste und missverständlichste Form des vollständigen Namens wird fast ausschließlich von Theologen in Niederschriften benutzt.
- Dreigott › Dieser Begriff ist fehlerhaft und kommt nur bei unwissenden oder abergläubisch veranlagten Kulturen vor und wird von wahrhaft Gläubigen nicht gerne gehört.
- Jascha › Viele tief Gläubige benutzen diesen Titel anstelle eines Namens, weil sie dies als unterwürfige Geste empfinden. Jascha bedeutet in einer lange vergessenen Sprache schlicht Herr.
- Jeva, Jewa oder Jv › Wie Jascha bedeuten auch diese Begriffe Herr oder Herr der Scharen und sind Ehrentitel. Bei vielen Anhängern des Glaubens an den Dreigeteilten Gott gilt Jeva als wahrer Name des Gottes in all seinen drei Formen und hat eine numerologische Bedeutung. Gerüchten zufolge entstand der Name des Planeten Hewa aus dem Wort Jewa.
- Terdeus ist Tirdies › Auch dieser Name stammt aus einer alten Sprache und bedeutet übersetzt Dreigott. Allerdings ist hier dreigeteilt und Gott in einem Wort zu verstehen.
- Der Sohn, der Junge, Der Ankläger, der Vater, der Alte, der Weise, der Mann, der Krieger, der Eherne › Es gibt noch Unzählige weitere Begriffe, mit denen der Dreigeteilte Gott benannt wird, doch sind sie alle eher Bezeichnungen, denn Namen in diesem Sinne.
Sohn – Vater – Mann
Der Dreigeteilte Gott (Sohn – Vater – Mann) wird in vielen Kulturen als Teil der 14 Aspekte des Kar angesehen. Viele Gläubige lehnen jedoch diese Meinung rigoros ab und sehen ihren Gott als einzige Allmacht im Universum. Das Kar existiert aus ihrer Sicht nicht. Der Dreigeteilte Gott wird als drei in sich vereinte Wesen beschrieben: in der Mitte steht der Vater. Er ist der Ursprung allen Seins. Vor ihm war nichts außer der Finsternis (welche somit theoretisch älter ist). Der Vater schuf alles und wurde erst dann Drei. Links des Vaters steht der Jüngling. Er ist das Erkennen und die Erneuerung. Ohne ihn gäbe es keinen Kreislauf und nur den Stillstand. Der Jüngling wird oft auch als Rebel gesehen, der benötigt wird, Althergebrachtes zu erneuern. Seltener ist die Vorstellung des Jünglings als kategorischen Widersachers des Allvaters. Rechts des Vaters steht der Mann. Er ist die ausführende Gewalt und steht für die immerwährend wirkende Allmacht des Gottes. Er kann Felder pflügen und Leben schenken, doch bringt er in gerechtem Zorn auch Krieg und Tod über die Ungläubigen.
In den meisten Kulturen der Anhänger des Dreigeteilten Gottes gilt die Doktrin des Verbotes der Darstellung des Gottes. Doch im Laufe der Zeit wurde dieses Gebot immer wieder gebrochen. So gibt es zahlreiche Gemälde, Bildhauerarbeiten, Digitalwerke und andere mediale Darstellungen des Dreigeteilten. All diesen Werken ist eins gemein: die Trialität des Objektes. So stellen alle Gemälde den Gott als drei Männer da. Einen Knaben, einen Mann und einen Greis. Ältere Darststellungen weisen oft einen gewaltigen Leib mit drei Köpfen auf. Modernere Werke sind eher kryptisch und zeigen manchmal drei Köpfe zu einem Haupt vereint mit insgesamt zwei Augen. Auch die Darstellung eines lebenden Dreiecks ist verbreitet.
Charakterzüge
Der Dreigeteilte Gott wird als barmherzig und schaffend empfunden, doch darf nicht vergessen werden, dass sein Will Gesetz ist und Zuwiderhandlungen schwer bestraft werden. In den Schriften um die Religion des Dreigeteilten Gottes kommt es immer wieder zu Verfehlungen seitens der Gläubigen und Ungläubigen und den durch die Hand des Gottes ausgeführten Konsequenzen. Sei es eine Gesellschaft deren verwerfliche Handlungen den Gott erzürnen und er dies durch Feuer aus dem Himmel bestraft oder einfach nur den Niedergang einer Ahnenlinie weil der eingeschlagene Weg dieser Menschen nicht den rechten Weg darstellt. Auf der anderen Seite sehen die Gläubigen ihren Gott derart als Heilsbringer, dass sie ihm jede geglückte Geburt und jede gute Ernte zuschreiben. Tatsachenberichte, wie man sie aus der Welt der Shivaiten kennt, sind in der Welt des Dreigeteilten Gottes eher selten. Wenn er in Erscheinung tritt, scheint er dies eher in Form von Zeichen, denn als Person zu tun. So erstellt er zuweilen Schriften und lässt sie den Menschen zukommen oder erscheint ihnen als übernatürliches Feuer an karken Orten. Avatare die er aussendet gibt es in dieser Art nicht. Allerdings soll es Zeiten gegeben haben, in denen der Jüngling als Person zu den Gläubigen kam um diese zu lehren. Ob es sich hierbei um eine Personifizierung oder doch um einen Avatar handelte ist leider nicht bekannt.
Anbetung
Es gibt unzählige Formen und Abwandlungen der Anbetung des Dreigeteilten Gottes und jeder individuelle Gläubige ist sich sicher, der einzige zu sein, der seinem Gott korrekt gegenüber tritt. Vielen Kulturen ist gemein, die Hände zu falten oder die Handflächen flach an die Schläfen zu legen und leise vorgegebene Gebete aus einer der alten Schriften zu murmeln. Hierbei ist es dem Gläubigen wichtig, sein ganzes Sein dem Gott darzubringen und sich selbst als unwichtig und nieder zu erkennen. Ziel des Glaubens ist es, von der Gottheit anerkannt zu werden, um in einer Welt nach dem Tode zu einem höheren Wesen zu avancieren. Hier endlich, nach aller Qual des alten Lebens, will der Gläubige an der Seite der Trialität der Macht residierten und über allen stehen, die nicht für würdig befunden wurden. Auf vielen Welten gibt es Tempel und Schreine zu Ehren des Dreigeteilten Gottes. Vor allem die Gotteshäuser könnten in ihrer Form und ihren Nutzen kaum unterschiedlicher sein. Meist verfügen sie über laute Glocken oder andere monotone Instrumente, mit welchen zur Anbetung gerufen werden. Den Tempeln steht eine Priesterschaft vor, die oft auch innerhalb der Regierung der Region eine große Rolle spielt. Dieser Klerus bestimmt meist, wer den Tempel betreten darf, wer würdig in seinem Glauben ist und wer als Ketzer verstoßen werden soll.
Symbole
Das verbreitetste Symbol des Glaubens an den Dreigeteilten Gott ist das sogenannte Triptychon. Es besteht aus drei ineinander gebrachten kreuzförmigen Objekten, die entfernt an ein Gesicht erinnern. Eine abweichende Form eines einzelnen Kreuzes mit gleich langen Balken kommt nur sehr selten vor. Die orthodoxe Variante des Zeichens stammt aus früheren Zeiten und wird nur noch von wenigen Gläubigen genutzt. Sie erinnert an das Systemwappen der Teben von Hewa und ist unter Umständen von diesem Abgeleitet.
Anhänger
Generell werden die Anhänger des Dreigeteilten Gottes Tertialiten genannt. Die Konfession nennt sich Tertialismus.
- Das Volk Jevas
- Die Kinder der Adaniden
- Die Brüder des Schwertes
- Der Orden des Rildalan
- Der Orden von Rom
- Die Büßer
- Die Wanderer im Licht
- Eine Loge der Tebenritter von Hewa
- Das Volk der Drei (Neofrench auf Urnah)
- Die Beschreiter des geteilten Pfades
Schriften
- Das Wort
- Der neue Weg
- Die drei Tafeln des Gesetzes
- Das Triptychon