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Exanton

Inhaltsverzeichnis

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Namen und Bezeichnungen

  • Ton › Oft wird Exanton schlicht nur mit der letzten Silbe seines vollen namens angesprochen. Dem Ton von der Sense springen, ist eine gebräuchliche Redewendung.
  • Vater Tod › Die Bezeichnung Vater Tod kommt vor allem in ländlichen Kulturen vor und ist sehr respektvoll zu verstehen.
  • Morth › Der Ursprung dieses Namens anstelle Exanton ist leider unbekannt. Zur Anwendung kommt er nur in jenen kulturellen Hintergründen in denen man den Tod als weibliches Prinzip betrachtet.
  • Neon › Die Qiyn-Menschen von Quoraquin nennen ihren Gott des Todes Neon. In ihrer Vorstellung gibt es keinerlei Unterschiede zur gängigen Darstellung Exantons. Selbst ihre Totenstadt Hulnu entspricht dem Heim des Todes.

Der Sensenmann von Huuhln

Exanton ist der Ase der Usauman und der Taunländer auf Aragir, Herrscher über die Stadt Huuhln. In seiner Darstellung mit der Sense, welche den Lebensfaden der Sterbenden durchtrennt fährt diese so schnell hernieder, dass ihre Schneide zu glühen beginnt. Traditionell trägt er eine Holzmaske die ein Gesicht nachbildet. Was die Maske jedoch verbirgt ist ungewiss. Exanton, manchmal nur Ton genannt, wird von vielen Menschenvölkern Aragirs als Gott des Todes angebetet. Nach ihrem Glauben kennt er in einer Stadt namens Huuhln in der Anderwelt. Huuhln, auch Schädelheim genannt, ist die Heimstätte aller Geister, welche nach dem Dahinscheiden ihrer sterblichen Hüllen nicht direkt an ihren letztendlich Bestimmungsort gelangen können. Hier warten sie, bis geschieht, was notwendig ist, sie zu erlösen. Exanton fungiert nach dem Glauben hierbei ausschließlich als Wegbereiter zu seiner Stadt. Er holt die Toten an ihrem Sterbeort ab und bringt die in die Anderwelt. Dort überlässt er sie ihrem Schicksal. Er tötet auch nicht. Einzig das Geleit ist seine Aufgabe. Doch wehe die natürliche Abfolge des Todes wird durch üble Machenschaften gestört. Dann wird Exanton zu einem Rachegott und hält reiche Ernte unter den Frevlern. In vielen Gemeinden gilt Exanton zusätzlich als Wahrer von Schwüren und Versprechen. Denn Schwüre sind den Asen heilig und dürfen nicht gebrochen werden. Viele der Asen nehmen sich daher diesem Thema an, doch Exanton gilt als der Wahrere der Einhaltung von gegebenen Versprechen.

Interessant ist wie sich die Gläubigen den Asen Exanton körperlich vorstellen. In den allermeisten Geschichten, Sagen und Legenden wird er als riesige Gestalt in einem dunklen Gewand beschrieben. Eine Größe von über drei Metern ist dabei nicht ungewöhnlich. Nur sehr selten wird er als schlanke, androgyne Frau mit schwarzen Haaren beschrieben und ebenso selten als Zwergenhafter Greis mit faltigem Gesicht und knochigen Händen. In seiner Gestalt als Riese trägt er zumeist eine Maske aus hellem Holz, seltener aus Bein. Unter der Maske ist manchmal ein Teil seines Gesichtes, manchmal aber auch nur ein Schädel zu erkennen. Männlich dargestellt trägt er nahezu immer eine gewaltige Sense mit sich, deren Schneider durch die Geschwindigkeit seines Handelns zu glühen beginnen kann. Als Frau trägt er saloppe Männerkleidung oder weite Pullover und seine Haare sind zuweilen blau gefärbt.

Charakterzüge

Exanton ist ein manischer Gott. Er lebt in einer Schleife der Endlosigkeit. Alles ist längst geschehen, alles wird noch geschehen und am Ende wird er es sein, der die Lichter ausschaltet, die Stühle hochstellt und den Tanzsaal mit klackernden Absätzen verlässt. Doch bis dies geschieht, ist alles eine endlose Dehnung der Geschehnisse. So kommt der Gott des Todes nie zu einer Entscheidung, die seine eigenen Belange betrifft. Stets ist er auf dem Weg zu einem Sterbenden, stets zeigt er anderen ihren Weg, doch er selbst findet die richtige Seite des Tunnels niemals.

Anbetung

Die Menschen von Usa verehren Exanton nicht wie die anderen Asen. Es gibt keine Tempel ihm zu ehren und auch keine Schreine. Es gibt nichts zu bitten oder zu beten, denn der Tod kennt kein Erbarmen und lässt sich nicht beeinflussen. So ehren die Usauman Exanton indem sie seinen Namen flüstern, wenn eine schwere Krankheit von einem Angehörigen genommen wurde oder bedanken sich bei ihm für eine gelungene Geburt. Ist ein Mensch gestorben, ist es nicht unüblich ihm zwei Münzen auf die geschlossenen Augen zu legen. Diese Bezahlung gebührt Exanton. Man will den Schnitter damit einladen sich als reichen Mann zu sehen wenn er unter die Menschen kommt. Der Tod darf um nicht bitten müssen, alles soll er von seinem eigenen Gelde bezahlen können. Man darf diesen Brauch nicht unbedingt als Bezahlung sehen. Eher geht es darum, zu erreichen, dass dieser stille Ase niemals in die Gelegenheit gerät, jemandem ansprechen zu müssen. Man stelle sich vor, die Zeit eines Wirtes ist noch nicht gekommen, aber der Herr Tod hätte durst und müsse um einen Becher Zaubensaft fragen nur weil er keine Münzen bei sich trägt.

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Schnitterlied

Es ist ein Schnitter, der heißt Tod, 
Hat Gewalt vom höchsten Gott, 
Heut wetzt er das Messer, 
Es schneidt schon viel besser 
Bald wird er drein schneiden, 
Wir müssens nur leiden. 
Hüte dich schöns Blümelein! 
Was heut noch grün und frisch da steht, 
wird morgen schon hinweggemäht: 
Die edlen Narzissen, 
Die Zierden der Wiesen, 
Die schön` Hyazinthen, 
Die türkischen Binden. 
Hüte dich schöns Blümelein! 
Viel hunderttausend ungezählt, 
Was nur unter die Sichel fällt: 
Ihr Rosen, ihr Liljen, 
Euch wird er austilgen 
Auch die Kaiserkronen, 
Wird er nicht verschonen. 
Hüte dich schöns Blümelein! 
Das himmelfarbe Ehrenpreis, 
Die Tulipanen gelb und weiß, 
Die silbernen Glocken, 
Die goldenen Flocken, 
Senkt alles zur Erden, 
Was wird daraus werden? 
Hüte dich schöns Blümelein! 
Ihr hübsch Lavendel, Rosmarein, 
Ihr vielfarbige Röselein, 
Ihr stolze Schwertliljen, 
Ihr krause Basiljen, 
Ihr zarte Violen, 
Man wird euch bald holen. 
Hüte dich schöns Blümelein!

Trotz!

Tod, komm her, ich fürcht dich nicht, 
Trotz, eil daher in einem Schnitt. 
Werd ich nur verletzet, 
So werd ich versetzet 
In den himmlischen Garten, 
Auf den alle wir warten.
Freu dich du schöns Blümelein.

Die Legende der Blume

Einer Legende nach, soll der Gott des Todes einst eine andere Bestimmung gehabt haben. Es heißt er wäre Teil einer innigen liebe gewesen. Doch dann habe das Schicksal ihn von seiner Göttin getrennt und diese zu einer Blume gemacht. Er aber wurde trauriger als jeder andere Gott und so verstießen ihn seine Brüder und Schwestern und fortan musste er seinen Dienst als Totengeleiter verrichten, bis es ihm gelänge seinen Frohsinn wieder zu erlangen. So sucht er unter all den Blumen Stunde um Stunde nach der einen, seiner Göttin. Doch Blumen, gibt es noch mehr als Tote.

Die schwarze Katze von Urda

Einst gab es eine Stadt namens Urda, da lebte eine Witwe mit einer schwarzen Katze. Das Tier fing an jedem Tag eine Maus und hielt das Haus der Witwe so rein. Eines Tages kam der Tod ins Haus der Witwe und suchte die Frau. »Warum willst du mich nehmen«, fragte die Frau.

Der Tod antwortete ihr: »Es ist deine Zeit.« 

Die Frau aber sagte: »Hast meinen Mann genommen und nun noch mich, wer aber wird sich um meine schwarze Katze kümmern, wer ihr Milch geben und nachts Tor und Türe öffnen?«

Da sah der Tod die schwarze Katze an und erkannte in ihr eine Schwester, denn er wurde niemals in dieses Haus der Mäuse wegen gerufen. Da sagte er zu der Frau: »Frau, ich will mich um die Katze kümmern, denn sie ist meine Schwester und so soll sie mit mir gehen in die dunkle Stadt.« 

Die Frau aber war froh und ging mit ihm. In Urda aber, herrschte in dieser Zeit eine schlimme Mäuseplage.

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Morth

Es geht das Gerücht, der Tod sei eine Frau. Ihr Name aber sei Morth. In dieser Welt lebt Morth in einer kleinen gemütlichen Wohnung. In ihrem Heim sind die Wände Blau und sie hat kleider und Mäntel mit Federn besetzt. Das Haus in dem sich die Wohnung befindet, steht an einem großen Fluß in einer Stadt mit einem riesigen Turm aus Stahl.