Historie
Daruvas Regierung begibt sich offiziell unter das Protektorat von Kirn 8.
STORY: Kishnyepits (Birds Of Prey) – Operation Daruva
Die Regierung Daruvas erklärt dem Ifpegischen Imperium den Krieg. Nach kurzen gescheiterten diplomatischen Gesprächen zwischen der Kirner Heeresleitung und dem Ifpegischen Imperialen Rat verspricht Kirn Daruva zu unterstützen. Hiermit beginnt der Ifpegische Krieg.
Gegen den Willen der menschlichen Bevölkerung auf Daruva wird von den Ifpegen das Enteignungsgesetz erlassen, welches die Entschädigungsleistungen an die enteigneten Völker regelt. Nach diesem Gesetz muss ein Drittel der Erträge Daruvas an die ursprünglichen Eigner des Planeten (die Ifpegen) abgeführt werden. Der Zeitraum dieser Entschädigungsleistung berechnet sich nach der Reproduktionsrate des Schuldners für zehn Generationen. Im Falle der Menschen wurde die Leistungszeit somit auf 250 Standardjahren festgesetzt. Darüber hinaus wird den Ifpegen für die selbe Zeitspanne das Vorkaufsrecht für alle auf den Daruva-Monden geförderten Mineralien eingeräumt. Die Preisregulierung unterliegt hierbei der unabhängigen Gutachterkommission eines neutralen Schätzmeisters der IGA. Dieser urteilt in der zu diesem Zweck neu gegründeten offiziellen IGA-Botschaft auf Daruva.
Auf Daruva bietet die Destille gleichen Namens (Daruva) zum ersten Mal, ihr Produkt, den Daruvasturm an.
Das Pan-Ifpegi-Trauma
Nach einem Minenunfall auf dem Mond Gondes kommt es bei den menschlichen Bewohnern Daruvas zu einem Regierungswechsel. Der neue erste Mann, ein erzkonservativer, ist der Meinung höhere Ergebnisse mit den Erzen bei den Ifpegen erzielen zu können. Die zunächst erfolgsversprechenden Verhandlungen scheitern. Ohne Angabe eines Grundes ändert die Ifpegen-Führung ihre Ansicht und beschließt, die Menschen mittels Embargo gefügig zu stimmen. Die Blockade dauert über sechs Phasen. Doch dann steuert der Erzfrachter MSD-45 Caruso, welcher bereits vor dem Konflikt seine Fahrt aufgenommen hatte, den Heimatplaneten der Ifpegen im Ani-System an. Hierbei nimmt der Frachterkapitän Kurs auf die Hauptstadt auf Pan-Ifpegi. Jeder Versuch, ihn hiervon abzuhalten, ist vergebens. Das Schiff wird beim Eintritt in die Atmosphäre zerstört, doch der Trümmerregen vernichtet tausende von Gemeinden und richtet in der Hauptstadt Fentiel verheerende Schäden an. Es kommt zu einem Gegenschlag, bei dem über die Hälfte der Menschen auf Daruva getötet werden. Acht Monate lang herrscht ein erbitterter Krieg zwischen den Ifpegi-Schiffen vor Ort und den übrigen Minenarbeitern und deren Frachtern. Zu diesem Zeitpunkt endlich greift die IGA mittels der kirner Heeresleitung in den Konflikt ein. Den Ifpegen wird der Anflug auf Daruva verwehrt. Begründet wird dies mit der Regelung in Artikel 23 Absatz 2 des Gesetzes zum Eigentumserwerb und der Besiedelung von Territorien (GEBT). Nach diesem Artikel ersitzen sich Völker oder Volksgruppen bei einer Besiedelungsdichte, die ihrer Reproduktionsrate entspricht und einer Besiedelungsdauer von mindestens einer Generation, das Recht am besiedelten Territorium. Die Durchsetzung dieses Gesetzes durch die IGA soll den Minenarbeitern zu Gute kommen, fordert von diesen aber stattdessen einen gewaltigen Tribut.
Mit Hilfe der Talburianer gründen die Bewohner Daruvas die erste eigene Schiffswerft in Norau. Der Name Kangra stammt aus dem Talburianischen und bedeutet ›Mensch‹. Der Bau der Werft dauert, der überragenden Technik der Talburianer wegen nur zwei Standardjahre, nach deren Ablauf auch schon die ersten Schiffe mit Reflex-T-IST-Antrieben in Produktion gehen. Schon im Standardjahr 2.245 ist man bereit die ersten drei Schiffe der Kangra-Siga-Klasse vom Stabel zu lassen.
Die Ifpegen wenden sich an die Bevölkerung von Nordamerika und Grönland auf Terra. Diese gehörten 2.217 nicht den Vereinten Nationen an und waren somit jetzt auch keine eingetragenen Mitglieder der IGA. Diesen Umstand übersehen die Ifpegen großzügig und nehmen über 38.000 Männer, Frauen und Kinder mit ins Weltall. Ihr Ziel ist der Planet Daruva und dessen dreizehn Monde. Auf acht der Trabanten wurden starke Vorkommen von Antanium gescannt. Da es sich bei Daruva um einen erdähnlichen Planeten handelt sind die Siedler zufrieden mit ihrer neuen Heimat. Für die Ifpegen ist der Abbau von Antanium unter dem Licht der Cabina-Sonne Daruvas praktisch unmöglich. Das Antanium jedoch brauchen sie dringend zum Bau ihre Flüssigkern-Hyperdrives. So ist die neue Menschenkolonie auf Daruva für beide Seiten von Vorteil. Eine vertragliche Grundlage für die Umsiedlung gibt es zu keinem Zeitpunkt. Wie nicht anders zu erwarten, kippt der Frieden schon nach weniger als dreißig Standardjahren.