Historie
Ein Hilferuf von Lousmac
Lousmac, einst für eine kurze Zeit eine Kolonie Hewas, steht auch heute noch unter dem Protektorat der Tebenritter. Offenbar greifen Aggressoren aus dem Weltall den Planeten an. Verängstigt und machtlos wenden sie sich die Siedler an den Tebenorden von Hewa. Der kleine Raumhafen der 15.000-Einwohnerstadt Ribrekt hat großen Frachtern nichts zu bieten. Gerade einmal 300 Meter misst seine längste Anlegestelle und diese müssen sich stets wenigstens drei Schiffe teilen. Einen schwereren Raumer würde die Plattform nicht tragen. An Selbstverteidigung ist hier nicht zu denken. Auf Hewa entscheidet man, die Achonta Qiylin Dieson, die gerade das Kommando über den alten Leichtfrachter Zarge Koma X00 angetreten hat, nach dem Rechten sehen zu lassen. Kurz vor ihrem Ziel taucht ein Enterschiff der Maygi-Piraten auf. Der Maygi-Raider K8s-Skima setzt unmittelbar zum Angriff an, hat aber die Kampfkraft des Tebenschiffs unterschätzt und unterliegt. Kapitän Dieson lässt den Piraten plündern und nimmt drei Gefangene an Bord der Zarge. Das Enterschiff selbst überlässt sie dem Raum (und tauscht später seine Koordinaten gegen Gefälligkeiten). Bei den Gefangenen handelt es sich um den weiblichen Kapitän Rayke Several (sie ist zu diesem Zeitpunkt ca. 60 Sj alt und schwanger), den ehemaligen Navigator eines Kirner Frachters Tomes Kalaugin und den Frachtmeister Mirlik Kadchik. Als die Zarge Lousmac erreicht und bei Ribrekt landet, übernimmt Kora Jornis, die hiesige Ordnungshüterin und Firstgardmen die Piraten. Nach einer längeren Diskussion akzeptiert die Tebe die Freilassung letzterer. Jornis vertritt vehement die Meinung, auf einer unterbesiedelten Welt wie Lousmac könne man sich nicht um Gefangene kümmern. Also bliebe entweder die Hinrichtung oder die Integration. Magira Fillnoth, eine große, grobschlächtige Frau und das derzeitige Verwaltungsoberhaupt des Lousmacer Raumhafens, weiß zwar um die Geschehnisse bei Sisselbruk (Piratenangriffe hat es auf Lousmac zu jeder Zeit gegeben), mit dem Hilferuf nach Hewa hat sie aber nichts zu tun. Sie geht davon aus, dass dieser direkt von dort lanciert wurde. Unwillig organisiert sie ein Schnellboot in die betroffene Region. Es geht in einem schier unendlichen Sumpf- und Mangrovenland den breiten Strom Darbordres hinab. Die kleine Industriestadt Sisselbruk liegt etwa 240 Kilometer südöstlich des Raumhafens von Ribrekt. Hier werden vor allem Polisilikate und Quantenpolimere hergestellt. Diese fortschrittlichen Stoffe werden in den Fabriken der beiden Familien Murnau und Kargarden produziert. Hier angekommen wendet sich Kapitän Dieson an die hiesige Ordnungshüterin Bes Mordance, eine rüstige ältere Dame mit dem Charme einer rostigen Schrotflinte. Auch sie hat den Notfunkspruch nicht in Auftrag gegeben und verweist auf Mard Murnau. Dieser sei das Familienoberhaupt der Murnaus und Besitzer der Polysilikatfabrik. Dessen Freund und ärgster Konkurrent, Jordan Kargarden, seines Zeichens Besitzer der Quantenpolimerfabrik, verfüge nicht über die technischen Mittel eine Subraumnachricht abzusetzen. Paul Brown, der Deputygardman, erklärt sich bereit, die Fremden gegen den Willen der Ordnungshüterin mitten in der Nacht zu Murnaus Anwesen zu führen. Vor dem Haus kommt es zu einen unerwarteten Zwischenfall. Ohne zu Zögern eröffnen die beiden Wächter auf der Zufahrt das Feuer auf Kapitän Diesons Gruppe. Im Verlauf des Schusswechsels wird einer der beiden getötet und der andere schwer verletzt. Auf der Balustrade des Hauses erscheint eine schreiende junge Frau. Der Tebenachonta Ngogi Dachesba sieht eine vermeintliche Bedrohung, aktiviert seine psionische Kraft der Temperantie und springt mittels dieser zu dem Mädchen hinauf. Aus dem Haus feuert unvermittelt ein junger Mann auf ihn. Diesen streckt Ngogi mit einem Streich seiner Klinge nieder. Als Mard Murnau durch die Haustür ins Freie kommt, ist der Schaden längst angerichtet. Die Teben setzen ihn fest, doch es stellt sich schnell heraus, dass er keine Bedrohung darstellt. Zitternd vor Trauer erklärt er, dass der tote der beiden Wachmänner sein Sohn Bargert Murnau sei. Beide standen unter der unerklärlichen Kontrolle der Angreifer aus dem All und hatten offenbar die Funktion, einerseits ihn selbst und die seinen im Haus und andererseits eventuelle Hilfe fern zuhalten. Während die Tebenanführerin noch mit Murnau spricht und ihr Bedauern zum Ausdruck bringt, untersucht ihre XO, Achonta Perry, den zweiten Wachmann. Mit Schrecken stellt sie fest, dass auch dieser längst tot war und nur durch einen unbekannten grauenerregenden technischen Vorgang wie eine groteske menschliche Marionette am Leben erhalten worden war. Wie genau dies funktioniert, kann auch 1S8-ROOK, der Med-Droide nicht bestimmen. Perry entscheidet kurzerhand, den offensichtlich gemarteten jungen Mann von seinem Leid zu erlösen. Zwischenzeitlich stellt sich heraus, dass es sich bei dem Mädchen um Lucy, die Tochter Murnaus und bei dem Mann um Leger Kargarden, ihren Freund handelt. Bedauerlicherweise hatte Kargarden an einen weiteren Angriff geglaubt und versucht, seine Geliebte vor den vermeintlichen Eindringlingen zu beschützen. Dieses Missverständnis kostete ihn das Leben. Gramgebeugt akzeptieren sowohl Murnau als auch die Tebe Qiylin Dieson die unglückliche Situation.
Maygi-Piraten richten Stützpunkte und Unterkünfte auf dem bis dahin unbewohnten Planeten Lousmac ein.