Historie
Die Schlacht um Mirthas`Eysmi
Die Gorden vernichten das smavarische Heer auf dem smavarischen Hauptplaneten Mirthas`Eysmi und zwingen somit den Mirthas-Sektor in die Knie. Die Schreckensherrschaft der gordischen Warlords erreicht ihren Höhepunkt. Die Smavari ziehen sich immer weiter in ihren Heimatsektor zurück.
Befreiung des Mirthas
Auf Mirthas`Eysmi töten die Smavari den Avatar Mirtha und ziehen denn Asan erstmals seit millionen von Standardjahren nicht wieder in einen der ihren. Der Funke des göttlichen entweicht in den Äther und ward bis dato nie wieder gesehen. Von nun an sehen sie sich als freies Volk und kehren den Avataren für immer den Rücken.
Die Smavari von Mirthas`Eysmi erfinden den masseunabhängigen Reflexionsturm und bauen so den ersten modernen IST-Antrieb.
Geburt des Asharn dan`Nesviseyt, dem Dimensionsverdreher von Draiymor`uruth.
Die ersten Ansiedlungen der Smavari auf Aragir entstehen. Nach der Trennung von ihrer Herkunftswelt Mirthas`Eysmi entwickeln sich die Silberwölfe auf Aragir zu einer freien Kultur. Lange Zeit leben sie in Frieden mit sich und ihrer Umwelt und vergessen vieles was sich vorher zutrug. Die Drachen Aragirs nehmen sie nur als machtvolle Elementrargeister war.
Erstmals entdecken die Smavari von Mirthas`Eysmi Aragir, die Welt der eintausend Tore. Ihre Dimensionsverdreher sind geradezu schockiert wie viele Portale es auf dieser Welt gibt. Doch dann bemerken sie die Signaturen der schlafenden Titanen. Auf Aragir ruhen viele der Alten Lugen aus der Zeit des Drachenkrieges. Vorsichtig, um nicht bemerkt zu werden, ziehen sie sich fürs Erste zurück. Doch von nun an kommen sie oft zu dieser Welt, um von hier aus noch viel weiter entfernte Orte besuchen zu können.
Ende der smavarischen Blütezeit
Mit dem Auftauchen der Sants stellt sich den Smavari ein neuer und unglaublich gefährlicher Gegner. Dieser Konflikt, eine aufkommende Ressourcenknappheit und der nun real feststellbare Geburtenrückgang der Eltwesen zwingen sie zu den Waffen zu greifen und entgültig ihre behagliche Dekadenz hinter sich zu lassen.
Ein Sternensegler von Mirthas`Eysmi bricht durch ein Portal und landet erstmals auf Taregia. Man entdeckt viele wertvolle Rohstoffe und entschließt sich, eine der heimischen Spezies zu einer intelligenten Sklavenrasse mutieren zu lassen. Die Daspri entstehen.
Fürsten der Chentai übernehmen die Kontrolle über das reguläre Heer des Reiches. Die Klingentänzer gelten offiziell als die besten Krieger, die je aus den Reihen der Smavari hervorgingen und je hervorgehen werden. Gleichzeitig unterstellt der Imperator und Avatar alle Seherinnen außer seinen eigenen der Kontrolle der Scherbengilde. Mit sofortiger Wirkung ist es ihnen verboten, ohne die Anwesenheit eines Chentai in die Zukunft zu blicken. Ausgenommen sind nur Avatare von Drachen und die Drachen selbst. Die Fürsten der Chentai raten dem Imperator auch auf die Schwarzen Seherinnen seines Staates zu verzichten, doch der Souverän lehnt freundlich ab.
In der folgenden Zeit kommt es häufig zu Verhaftungen. Unerlaubtes Sehen wird zum Teil hart bestraft und auch das Verbreiten von Unwahrheiten oder von abergläubiger Angst gelten als Verbrechen, die empfindlich geahndet werden. In den niedrigen Rängen steigt die Furcht vor den Scherbenfressern, während man sich an den mächtigeren Fürstenhöfen häufig über die spießigen Chentai lustig macht.
Der Imperator und Avatar schickt eine Delegation von Fürsten zur Reichshauptwelt Tobathi`Raysa und fordert Aufklärung zu den kürzlichen Maßnahmen der Chentai und den Aufruhr in den Reichsländern. Am Hofe der Königin angekommen erfahren die Krieger des Imperators was sich zugetragen hat und verlangen zu den Oberen der Chentai vorgelassen zu werden, doch diese lehnen eine entsprechende Einladung in eine Scherbenwelt ab und bitten ihrerseits die Königin ein Treffen in ihrem Hause zu befürworten. Die Königin ist zwar nicht erfreut, kann aber auch nicht ablehnen, denn sie hat kein Interesse daran, in einen weiteren Konflikt zwischen der Scherbengilde und dem Avatar hineingezogen zu werden.
Das Treffen verläuft überrascht ruhig. Die Delegation von Mirthas`Eysmi hört sich die Beschuldigungen und dementsprechenden Strafen der Chentai an und sind damit zufrieden genug. Man wolle den Herrscher informieren und erwarte, dass Tobathi`Raysa nun wieder sicher wäre. Die Chentai raten von weiteren Volkszählungen ab und die Gesandten sind einverstanden sich diesen Rat an ihren Herrn weiter zu tragen. Damit endet das Treffen und die Botschafter kehren kurz darauf zu ihrer Heimatwelt zurück.
Der Imperator ist mit der Situation zufrieden und beschließt sogar die von der Scherbengilde aufgestellten Gesetze auf das ganze Reich auszuweiten.
Die Scherbenwelt Gryd`Chetai`Mizan`dlondirang in den Scur-Grenzwäldern auf Mirthas`Eysmi ist offiziell fertiggestellt. Der amtierende Imperator und Avatar des Mirthas lässt es sich nicht nehmen, aus reinem politischen Kalkül öffentlich zu gratulieren, doch es findet keine glanzvolle Einweihungsfeier statt und kein hoher Gast betritt die Unraumhallen. Die Chentai üben sich in stiller Askese und operieren ohne Aufsehen.
Wieder einmal ist ein smavarischer Avatar ausgebrannt und der Funke des Mirthas muss weitergegeben werden. Der jetzige Imperator liegt in seinem lebensverlängerndes Sarkophag unter seinem Tempel und stirbt nach einer Amtszeit von fast fünfundzwanzig tausend Standardjahren. Sein Nachfolger steht bereit für die Bürde, doch dieses Mal entbrennt eine Diskussion um diesen Vorgang. Die Fürsten der Chentai der Scur-Grenzwälder wollen einen Avatar aus ihren Reihen etablieren. Der Staat ist empört und lehnt rigorous ab, doch die Scherbengilde ist mächtig geworden und viele Handwerker und Gildenoberhäupter fürchten ihren Zorn. Doch dann treffen die Fürsten des Imperators eine Entscheidung. Zum ersten Mal seit langer Zeit lassen sie den Tempel schließen. Als sich die Deckplatte auf das Fundament senkt, wird es still in Dis`Darun. Erstmals in der Geschichte wird ein neuer Imperator in der Dunkelheit gekrönt.
Der Imperator bestellt die Fürsten der nun hier auf Mirthas`Eysmi ansässigen Chentai an seinen Hof, doch diese lassen sich entschuldigen. Statdessen senden sie ihre Sprecher, die wahrscheinlich noch heute als goldene Statuen in den Katakomben unter dem Schwarzen Tempel von Dis`Darun stehen.
In der Abgelegenen Civic Mizan`dlondirang in den Scur-Grenzwäldern beginnen die Chentai mit dem Bau ihrer bisher größten Scherbenwelt. Das besondere an dem Vorhaben ist die Grundlage des Gebäudes. Es soll physikalisch nur einen Schacht geben, der einhundert Meter in die Tiefe führt. Das untere Ende dieses Brunnens jedoch geht in den bisher größten Unraum über, der je errichtet wurde. Vier Zweiraumkonverter versorgen das Gebäude und sichern seine Existenz im realen Gefüge. Von nun an errichten die Chentai nur noch echte Scherbenwelten, in die keine Seherin blicken kann.
Gleichzeitig bitten die Anführer der Scherbengilde den Imperator seine Seherinnen nicht mehr in die Angelegenheiten der Chentai blicken zu lassen oder sie am besten gleich hinzurichten. Schließlich war es eine Seherin, die das Volk der Silberwölfe mit dem Stigmata des Scherbenkataklysmus verwundet hat. Natürlich lehnt der Avatar ab und schickt sogar Truppen in die Wälder, doch diese werden von den Chentai vernichtend geschlagen. Bald darauf erhält der Imperator die Köpfe seiner Offiziere mit einer offiziellen Entschuldigung für das bereitete Ungemach.
Als der Imperator und Avatar des Mirthas hört, wie schnell sich die Chentai verbreitet beordert er die Führer des Kultes nach Dis`Darun in seinen Schwarzen Tempel. So treten eines nachts vierzehn düstere Gestalten vor den Herrscher des Reiches und erklären sich ihm. Sie schwören das Reich zu schützen und die Fehler der Vorangegangenen zu beheben, benötigen jedoch im Gegenzug die volle Unterstützung des imperialen Heeres und der Seherinnen. Der Imperator lehnt schlecht gelaunt ab und schickt die Fürsten zur Hölle. Tatsächlich beauftragt er sogar gedungene Mörder einige von ihnen zu töten, um einen Punkt zu machen. Doch die Chentai sind nicht mehr mit den dekadenten Höflingen der letzen Dekaten zu verwechseln. Sie sind diszipliert, üben sich in Askese und trainieren komplizierte Kampftechniken und psionische Disziplinen. Als Zeichen ihrer Anerkennung senden sie ihrem Herrn die Köpfe seiner Assassinen. Sie reisen ab und trainieren von diesem Tage an nur um so härter.
Der Imperator ist hin und her gerissen. Er denkt darüber nach dem Spuk ein Ende zu setzen und wie in alten Tagen Truppen nach Tobathi`Raysa zu entsenden. Andererseits ist er beeindruckt von der Effizienz und Ernsthaftigkeit der Scherbenfresser – wie man die Chentai im Volk nennt.
Schließlich entscheidet er sich, der Sache Raum zu geben. Noch baut ja niemand eine Scherbenwelt in seinem Vorgarten. Sicher handelt es sich nur um einen Trent. Die Silberwölfe sind schließlich nicht für ihre Durchhaltevermögen bekannt. Wie sehr er sich hier irrt, ahnt zu diesem Zeitpunkt noch niemand.
Gründung der Chentai
Das smavarische Wort ›Chentai‹ bedeutet schlicht ›Scherbe‹. Nach der Offenbarung der Seherin Pherl um den nun Scherbenwelten genannten bevorstehenden Kataklysmus wird im Reich nicht gerne und schon gar nicht laut über die Zukunft gesprochen. Doch dies bedeutet nicht, dass es keine Aktivitäten um diese Vorgänge gibt. Allen voran sind hier die Chentai zu nennen, eine radikale Gruppe von einflussreichen Noblen, die ihr Dasein der fatalistischen Einwirkung auf die Zukunft widmen. Zuerst versuchen sie nur mehr über den Kataklysmus in Erfahrung zu bringen, aber mit der Zeit erkennen sie Auffälligkeiten, Personen und Vorgänge, die Scheinbar die besagte Zukunft herbeiführen oder zumindest begünstigen. Ihr Weg ist radikal und ohne Gnade. Von ihren ersten Zusammenkünften an ziehen sie unbescholtene Bürger aus dem Verkehr, sprengen Brücken und sabotieren Schiffstransporte unter der Flagge, die Zukunft zu defragmentieren.
Letzte Offenbarung der Seherin Pherl
Kurz nach dem gewaltsamen Tod der Seherin Pherl erreichen ihre beiden ehemaligen Schülerinnen den Hof des Imperators und Avatar des Mirthas, um die letzte große Offenbarung ihrer einstigen Meisterin verlauten zu lassen: So berichten sie von einem gewaltigen Kataklysmus in dessen verlauf die gesamte relevante Raumzeit einen dauerhaften Schaden erleidet. Hervorgerufen wird dieses Ereignis in ferner Zukunft durch die Smavari selbst. Es ist der Bruch im Spiegel ihrer Realität und führt zu einem endlosen fraktalisieren der Geschichte. Sie nennen es die Entstehung der Scherbenwelten und zeichnen ein neues Banner der Silberwölfe, den aufgebrochenen, zersplitterten Kreis, später einfach den Splitter genannt. Am Ende dieses Vorgangs steht die allumfängliche Auslöschung des smavarischen Volkes oder zumindest seiner Identität in Raum und Zeit.
Während draußen, vor dem Schwarzen tempel des Mirthas auf den gläsernen Promenaden von Dis`Darun die Bevölkerung ungerührt weiterfeiert und nichts vom kommenden Untergang mitbekommt, herrscht in den Hallen der Macht zunächst betäubende Stille. Dann treten die Schwarzen Seherinnen des Imperators auf. Sie verlangen Vertagung. Doch schon neun Nächte später bestätigen die Frauen alles Gesagte und verfallen dabei zum Teil einem unheilbaren Wahnsinn.
Von diesem Zeitpunkt an versuchen die verschiedensten smavarischen Organe und Fraktionen in tiefster Geheimhaltung, gegen diese Zukunft zu operieren. Doch jede Seherin, die den endgültigen Punkt ohne Wiederkehr in der Zukunft untersucht, kann nur noch verzweifelt feststellen, dass nichts das Zersplittern aufhalten kann – während die Blütezeit der Silberwölfe augenscheinlich ungebrochen weiterläuft.
Tod der Seherin
Kurz vor ihrem 166.907-sten Wurftag erwacht die Seherin Pherl und blickt auf ein Dasein voller Niederlagen, aber auch voller Freuden zurück. Sie hat eine kleine Tochter und einen Sohn zur Welt gebracht und beide Welpen gehen ihren Weg in dieser Epoche der Freuden. Ihre seherischen Kräfte hat sie seit Äonen nicht mehr genutzt, aber sie ist eine gute Ingenieurin und kaum eine andere Frau auf Tobashi`Raysa kennt sich so gut mit Sicherheitsvorkehrungen für Sternensegler im Subraum aus wie sie. Natürlich nagen die Zweifel ihres früheren Versagens an ihr, aber nichts, was ihr Gatte und ihre Beiden Liebhaber nicht in den Griff bekommen könnten.
An diesem Abend jedoch besucht sie Cheniasa, eine Frau, die in den Aufzeichnungen der Silberwölfe als Angehörige einer anderen Spezies beschrieben wird und Pherls Freundin aus früheren Tagen. Cheniasa sagt, sie sei gekommen, um Pherls letze große Offenbarung zu verhindern. Sie müsse die alte Freundin nun leider zärtlich töten. Pherl lächelt nur und öffnet ihr dünnes Kleid um der anderen ihren weißen Busen zu offenbaren. Cheniasa sticht zu, doch sie ahnt, das sie zu spät hierher geschickt wurde. Pherl muss diesen Zug vorhergesehen und ihre Offenbarung längst ihren beiden Schülerinnen anvertraut haben. In Windeseile beginnt die Mörderin mit der Jagd auf die beiden nun längst ebenfalls angesehenen Seherinnen, doch es ist zu spät. Beide befinden sich seit Tagen auf Schiffen nach Mirthas`Eysmi, um dort die letzte Offenbarung der Pherl verlauten zu lassen und damit die gesamte Galaxie in Mitleidenschaft zu ziehen.
Blütezeit der Silberwölfe
Sj -2117000 bis -1781000 › Mit dem Ende des letzten Feldzuges gegen die Gorden beginnt für die Silberwölfe eine Ära unangefochtener Dominanz. Durch zahllose Siege und Beutezüge sind sie zwar nicht klüger oder einsichtiger geworden, aber ihre technischen und psionischen Errungenschaften suchen in der ganzen Galaxie ihresgleichen. So wagt sich derzeit niemand, sich ihrer militärischen Macht und ihren unberechenbaren Launen in den Weg zu stellen.
Das Dasein der Smavari ist geprägt von Dekadenz, absurden Modetrends und einer imperialen Selbstverständlichkeit, die jedes andere Volk der Galaxie in den Schatten stellt. Sie regieren nicht durch Weisheit oder gerechte Verwaltung, sondern durch schiere Übermacht und ihre ungebrochene Freude am exzessiven Chaos.
Zähne gegen Hufe II
Sj -2117867 bis -2117113 › Ausgehend von Mirthas`Eysmi dringen hunderte von smavarischen Schiffen in das Gordische Reich vor und hinterlassen auf ihrem Weg Chaos, Tod und Vernichtung. Dass sie dabei auch einige Bomben auf ihre eigene Welt Dori ablassen wird als bedauerliches Missgeschick abgetan. Die übrige Großoffensive gilt später als historischer Erfolg, können doch unzählige gordische Skalps für Damenmäntel, Pullover und Sklavenpeitschen erbeutet werden. Als Randnote wird erwähnt: Angriffswaffen wie Flammenlanzen und Brandbomben schmälern sichtlich das Ressourcenergebnis.
Zähne gegen Hufe I
Der Name dieses Krieges ist typisch für die Silberwölfe, denn es ist ihnen egal, dass ihre Gegner, die Gorden überhaupt keine Hufe haben. Für sie ähneln die Gesichter der verhassten Feinde ein wenig denen der Mirhyir (smavarische Pferde) und damit haben sie auch Hufe zu haben, basta!
Der Imperator sendet nach dem gordischen Angriff auf Dori seine Sternensegler und Cormbaiygd, einen der letzten Drachen die ihm folgen nach Horgorschn und verlangt die Auslöschung allen Lebens dieser Welt. Doch die Gorden erwarten diesen Gegenschlag und haben Verstärkung aus Gorduschan erhalten. Über zwanzig Standardjahre währt dieser Konflikt, in dessen Verlauf die Smavari immer tiefer in das Gordischen Reich eindringen, dabei jedoch ebenfalls schreckliche Verluste erleiden. Schließlich verlieren die Silberwölfe die Lust und ziehen sich zurück. Als Gewinn nehmen sie praktisch ausschließlich Gordische Souvenirs mit zu ihren Heimatwelten. Eine ganze Zeit lang ist es groß in Mode nachts in gordische Helme zu urinieren und Pullover aus Gordenhaar zu tragen. Doch am längsten halten sich aus dieser Zeit Sklavenpeitschen aus dem selben Material.
Räuberische Gorden übertreten die Grenze zum smavarischen Reich Mirthas`Eysmi und überfallen Dori. Es kommt zu mehreren Schlachten und die Gorden können nur mit äußerster Gewalt und unter schrecklichen Verlusten zurückgeschlagen werden. Die schwarzen Seherinnen des Imperators sehen in diesem Angriff den vor einiger Zeit von ihnen vorhergesagten düszere Sturm der das Reich bedroht, doch der Herrscher und Avatar des Mirthas lacht nur über ihre Worte und befiehlt einen Gegenschlag.
Die Seherin Pherl ist auf die Reichshauptwelt Tobathi`Raysa zurückgekehrt und hat sich erneut von ihrer Idee des technischen Subraumfluges distanziert. Sie hat mittlerweile in unzähligen Visionen sogenannte Spiegeltürme gesehen, versteht jedoch nicht ihre letztendliche Funktion. Es fehlt in ihrem Verständnis der letzte Funke. Zwar ist es nun möglich auf technischem Wege einen Riss in der Membran zu erzeugen und das Schiff auf die andere Seite zu ziehen, doch dort verliert es seine Quantenidentität und verliert sich in der Anderwelt. Der die Königin von Raysa selbst untersagt fürs Erste jegliche weitere Forschung zu dieser Thematik. Sie wünscht die Seherin an ihrer Seite. Gerüchten zufolge haben ihre schwarzen Schwestern auf Mirthas`Eysmi eine historische Düsternis aufziehen sehen und nun soll Pherl in die Zukunft blicken und den Nebel um diese Halbwahrheiten lichten. Doch die Seherin von Raysa sieht keinen dunklen Sturm, der das Reich bedroht. Es steht Wort gegen Wort und man will einen offenen Disput. Sie reißt Pherl nach Mirthas`Eysmi und stellt sich der Diskussion.
Dort angekommen bittet man sie, erneut die Visionen ihrer hiesigen Kolleginnen zu prüfen und wieder sieht sie nichts. Dann prüft man sie selbst und kommt zu dem unglaublichen Schluss, dass die große Seherin Pherl ihre Kräfte verloren haben muss. So erwartet man eine große Düsternis, weiß jedoch nicht wann diese hereinbrechen soll. Pherl jedoch schickt man nach Hause und vergisst sie schnell.
Entstehung der Schattenarchive
Beflügelt von den unermesslichen Möglichkeiten der Unräume erlässt der Rat des amtierenden Imperators und Avatars des Mirthas einen streng geheimen Auftrag. Auf den wichtigsten Reichswelten werden Bleikammern gebaut und in Unräume umgewandelt. Die ersten Schattenarchive des Imperiums entstehen.
Von nun an ziehen sich hierhin nicht nur die Alchemisten und Gelehrten zurück, sondern hier lagern auch alle Chroniken aus der Ära Malyigors. Der Vorteil von Unräumen liegt auf der Hand: Nicht einmal die übernatürlichsten Wesen des Kosmos sind in der Lage, ein solches Versteck zu finden. Nicht einmal in Zukunftsvisionen werden Unräume wahrgenommen. Leider hat das auch Nachteile. In den kommenden Äonen werden viele solcher Archive schlichtweg für immer vergessen!
Entdeckung der Unräume
Astrophysiker von Mirthas`Eysmi entdecken das Konzept der Unräume. An bestimmten Stellen auf Masseobjekten wie Planeten verlaufen Subraumpfade und erschüttern dauerhaft die Feinstoffliche Welt. Sie bauen einen Rahmen aus Bleispiegelglas und installieren ihn innerhalb besagter Linien. So gelingt es ihnen eine Blase in die Membran des Subraums zu stülpen. Innerhalb dieser Blase bauen sie Räume aus Blei und Bernstein. Diese Räume liegen nicht ganz in der Realität und auch nicht wirklich im Subraum, kommen von beiden Seiten nicht gesehen werden, sind jedoch durch den Eingang problemlos begeh- und natürlich bewohnbar.
Züchtung der Sleech
Die Smavari von Mirthas`Eysmi landen auf Raga und errichten Festungen und Labore. Bald beginnen sie aus ihren Midyarkriegern eine neue, besser für die Bedingungen dieser Welt geeignete Spezies zu züchten. Die Sleech entstehen und gelten als deutlich intelligenter als die grobschlächtigen Midyar.
Erfindung der maschinellen Membranharpunenschleuder. Es ist nun möglich, Sternenschiffe in deutlich größerer Distanz zur Membran zu halten.
Auch die Bewohner von Dunor auf Mirthas`Eysmi beginnen sich im Bau von Sternenseglern zu üben. Ausgerechnet ein kleines Schiff einer einfachen Landfrau fliegt unvermittelt auf den von den Seherinnen und Astrologen festgelegten Sprungpunkt zu. Es gelingt der Kapitöse Kraft ihrer psionischen Kräfte die Membran zu öffnen und das Schiff in den Tunnel zu lenken. Die Reise verläuft ungeplant und tragisch, denn als der kleine Segler einige Zeit später vor Gasura Han Austritt, fehlt es von der Besatzung jede Spur. Dennoch haben es die Silberwölfe hiermit geschafft ein Schiff durch den Subraum zu bewegen. Tunnel sind stabil und verlässlich und können bedeutend größere Objekte passieren lassen als Dimensionstore. Die Reise über kleine instabile Pfade, wie sie bei vielen anderen Kulturen üblich sind, überspringen die Smavari weitgehend. Nur sehr wenige ihrer Sternensegler gehen in Pfaden verloren.
Nach dem Tod von Imperator Malyigor Vraal besinnen sich die Smavari ein wenig auf ihre künstlerischen Werte und kümmern sich mehr um ihre eigenen Welten, anstelle ständig Eroberungszüge zu planen. Vor allem die Reichshauptwelt Tobathi`Raysa erblüht unter dieser neuen Situation. Der jetzige Avatar des Mirthas auf MirthasEysmi ist ein gesetzter Mann, der seine Zeit in erster Linie damit verbringt, mit dem Asan in Dialog zu treten und darum nur wenig Kontakt mit seinen Untertanen pflegt.
Malyigors Ende durch Götterhand
Angeführt von Gorod und Fahenian, den schrecklichen Göttern der Gorden überfallen die Bewohner Gorduschans den Sitz des Avatars auf Mirthas`Eysmi. Eines Tages öffnet sich direkt über der Reichscivic Dis`Darun ein Dimensionsportal und unzählige gepanzerte Flugschiffe verdunkeln den Himmel über den Dächern. Der Angriff ist brutal und ohne taktischen Reiz. Die Gorden brechen durch die Dächer der Häuser und töten alles und jeden. Hackend und beißend wüten sie durch die Straßen. Doch dann erwachen die Fürsten der Silberwölfe in ihren nahegelegenen Festungen und eilen der Civic zu Hilfe. Sie kommen auf den Rücken von plasmaspeienden Drachen, bringen untote Schrate mit sich und beschwöhren Unwetter und giftige Insektenschwärme. Doch für den Imperator und Avatar Malyigor Vraal kommt jede Hilfe zu spät. Gorod, der gordische Gott des Krieges ist längst in den Schwarzen Tempel eingedrungen und stellt Mirthas mit Hilfe von Fahenian, der Göttin der Fruchtbarkeit, die ihn vor dem Gift des Goldes zu schützen vermag. Mit weit ausgeholter Kriegsaxt stürmt der Gordengott auf den smavarischen Avatar zu und spaltet ihm das Haupt¹.
Draußen wütet der Krieg und schließlich sind alle gordischen Krieger den Zähnen und Klauen der Silberwölfe zum Opfer gefallen. Jetzt rücken die zaubermächtigsten Smavari gegen die beiden Asan vor und hunderte von ihnen gehen zur Hölle. Aber auch die Asan haben die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Schließlich beschwören die Eltwesen die mächtigsten und grausamsten Dämonen, reisen ohne Rücksicht auf eigene Verluste die Membran zur Anderwelt auf und lassen alle Schrecken dieser Domäne in die Realität, wo sie alles Leben verseuchen und auch den beiden Asan furchtbare und bleibende Schäden zufügen. Schließlich ziehen sich Gorod und Fahenian zurück, um ihre Wunden zu lecken. Nach Mirthas`Eysmi kommen sie nie wieder. Für ihre Kinder, die Gorden jedoch, hat dieser Konflikt erst begonnen.
¹ An dieser Stelle hätte Mirthas aus der endlosen Gefangenschaft in den Geistern der Smavari entkommen können und es ist bis heute nicht aufgedeckt, wie es den Silberwölfen gelingt, ihn an den gordischen Asan vorbei erneut zu bannen, doch es ist geschehen, denn nach Malyigor gibt es noch unzählige weitere Avatare auf Mirthas`Eysmi.
Angriff auf Srolldur
Wieder einmal entdecken die Dimensionsverdreher von Dunor ein Portal zu einer weit entfernten Welt. Dieses Mal geht die Reise ins Gordische Reich. Die Gorden, ein von jeher starkes und kriegerisches Volk werden jedoch von ihren Göttern beschützt und unterstützt. Obwohl der Angriff der Silberwölfe schnell und überraschend kommt, setzen sich die Gorden zur Wehr und vernichten alle smavarischen Flugschiffe binnen kurzer Zeit. Sie selbst scheinen ebenfalls durch die Anderwelt reisen zu können, denn von nun an kommt es immer wieder zu Überfällen der beiden Spezies aufeinander.
Erschaffung der Quink
Verbissen entschlüsseln die Wissenschaftler in den Laboren von Dis`Darun die DNA der Gefangenen Inocait, den Ureinwohnern von Ula. Sie experimentieren mit Tieren, den Midyar und versuchen Mischwesen aus den Inocait und diesen zu erzeugen. Zahllose dieser furchtbaren Schreckgespenster irren in dieser Zeit durch die Kanalisation der Reichshauptcivic und sorgen für die seltsamsten Gerüchte. Schließlich gelingt eines nachts der Durchbruch: der erste Quink ist geboren.
Diese Wesen sind gute Diener, haben einen schwachen Willen und können auch auf Wasserwelten zum Einsatz kommen. Quink sind ihrer Hässlichkeit und Plumpheit wegen zwar alles andere als beliebt bei den Silberwölfen, aber sie sind willig und lassen sich ohne Gegenwehr schlecht behandeln, eine Eigenheit, die sie zur optimalen Sklavenspezies der Smavari macht.
Imperator Malyigors Dimensionsverdreher schaffen ein gewaltiges Dimensionstor nach Adlaria`Daluhn, einer früheren Reichswelt. Hier verlaufen starke Schwankungen in der Membran. Der Avatar des Mirthas lässt drei Festungen bauen und befiehlt ohne Unterlass nach Rissen in den Dimensionen zu suchen. Seine Seherinnen haben ihm von reichen Welten berichtet, die seiner Macht ins unermessliche steigern sollen.
Auch Pitail, eine der verloren geglaubten einstigen Welten des smavarischen Reiches kann endlich wieder dem Herrschaftsgebiet von Imperator Malyigor Vraal eingegliedert werden. Die Zustände auf der gefährlichen Sumpfwelt sind allerdings mehr als dürftig und es dauert viele Standardjahre neue Festungen zu errichten und Civics zu gründen.
Vierhundert Standardjahre nach dem Zusammenbruch des Portals zwischen der smavarischen Kernwelt Mirthas`Eysmi und ihrer verlorengeglaubten Kolonie Quytai gelingt es endlich erneut einen Weg durch die Anderwelt zu etablieren. Eine Expedition zeigt, dass die einst gebaute Festung Irt`Korchey nur noch von vereinzelten Midyar bewohnt wird. Von den damaligen Silberwölfen können nur noch Knochen geborgen werden. Von den Teilern, der indigenen Spezies dieser Welt fehlt jede Spur. Die neu mitgebrachten Midyar haben zwischenzeitlich eine rudimentäre Sprache entwickelt und versuchen ihre hiesigen Vorgänger zu befragen, können aber nichts über den Verbleib des Feindes in Erfahrung bringen.
Die Festung wird auf Vordermann gebracht und weitere Schiffe bringen Silberwölfe, Ressourcen und zusätzliche Midyarkrieger. Eine kleine Civic beginnt zu wachsen, doch nur zwei Jahreszeiten nach Baubeginn tauchen die Teiler doch wieder auf. Sie haben gelernt mit den Flammenlanzen der getöteten Feinde umzugehen und sie nicht nur zu reproduzieren, sondern auch zu verbessern. Das Massaker ist unbeschreiblich und endet mit der erneuten Auslöschung aller Smavari. Wieder gelingt es jedoch einer kleinen Gruppe von Midyar zu entkommen.
Unerwartet gelingt es den smavarischen Dimensionsverdrehern das Portal nach Quytai erneut zu öffnen. Es werden acht Schiffe mit wenigen Silberwölfen und dafür zahllosen Midyar durch die Anderwelt geschickt. Der das Portal ist zwar erneut instabil und bricht bald zusammen, aber der Kontakt kann mittels psionischer Anker aufrecht erhalten werden. Langsam aber sicher beginnen die Reptilkrieger eine Festung für ihre smavarischen Befehlshaber zu errichten. Es kommt zu erneuten Kämpfen mit den Teilen, aber diesmal ist man gewappnet. Die Protozoen vertragen kein Feuer und die Smavari sind für ihre verheerenden Feuerlanzen bekannt.
Der Name der ersten Festung auf einer Welt außerhalb des Reiches lautet ›Irt`Korchey‹, was soviel wie ›Haus der Einsamkeit‹ bedeutet. Irt`Korchey bleibt jedoch nur wenige Standardjahre bewohnt. Die wiedrigen Umstände und das fehlen von Nachschub aus dem Reich raffen früher oder später alle Eroberer dahin. Die Midyar überleben jedoch und beginnen sich auf Quytai zu vermehren.
Züchtung der ersten intelligenten Midyar
Nach endlosen versuchen die einstigen bestialischen Vasallen der Drachen zu zähmen gelingt es den Smavari endlich eine deutlich intelligentere und ruhigere Art dieser Reptiloiden zu züchten. Von nun an verfügen die Silberwölfe über eine neue, relativ universell einsetzbare Sklavenspezies.
Nur wenige Jahreszeiten nach seiner Entdeckung beginnt das Portal von Mirthas`Eysmi nach Quytai zu flackern und bricht schließlich in sich zusammen. Es ist den Dimensionsverdrehern derzeit nicht mehr möglich es neu zu etablieren.
Die Dimensionsverdreher von Avatar Malyigor Vraal entdecken ein Portal zu einer weit entfernten Welt außerhalb des bekannten Reiches. Sofort lässt der Imperator Flugschiffe bemannen und sendet sie durch die Anderwelt. Doch Quytai, so der Name des besagten Planeten, ist keinesfalls unbewohnt. Kaum sind die Schiffe gelandet, treffen die Silberwölfe auf eine sehr spezielle Lebensform. Es handelt sich (wie sich später herausstellt) um die sogenannten Teiler, hochintelligente Protozoen, die in dieser Zeit noch keinen technischen Fortschritt kennen. Teiler reproduzieren sich, indem sie sich von anderen Lebensformen zerteilen lassen, einen Vorgang, den sie aggressiv hervorrufen. Es kommt zum Krieg und die ersten Smavari fallen den seltsamen Wesen zum Opfer. So kann Quytai nicht dem Reich angegliedert werden.
Die Qualenkrypta von Dis`Darun
Imperator und Avatar Malyigor Vraal trägt den Funken des Mirthas nun schon sehr lange in sich, scheint sich daran jedoch nicht zu stören. Seine Immunität gegen den verzehrenden Brand des göttlichen Funkens liegt nicht wie bei den Dur an einer körperlichen Veränderung zu einem Dasein als Untoter, soviel ist gewiss. Eines Tages entdecken die Silberwölfe von Dis`Darun tief in den versiegelten Sub-Ebenen des Schwarzen Tempels die grauenhafte Wahrheit¹. Hier unten befindet sich der Asan-Anker, ein uraltes Relikt aus den Tagen von Bashyrn Paranurs größenwahnsinnigen Experimenten. Es handelt sich um eine gewaltige, Qualenkrypta genannte Maschinerie aus schwarzem Glas und ewig pulsierenden, in Halbstase gehaltenen Organen, die vom Blut unzähliger Untergebener des Tempels am Leben gehalten werden. Darunter befindet sich der Schlafsargophag des Herrschers, in dem er ruht und seine Qualen in die Maschine übergibt. Wenn der seelische Druck und die marternde Hitze des Asan Malyigors Körper zu zerreißen drohen, leitet der Anker den zerstörerischen Überschuss an acht um das Gemach angeordnete Opferaltare ab. Mit jeder gequälten Seele, die an seiner Stelle ausbrennt, wird Malyigor geschont. Dies ist der Preis seiner Langlebigkeit und auch der wahre Grund, warum seine Hofdamen stets nervös kichern, wenn es um ihr Verhältnis zum Imperator geht. Sie wissen, dass die Schreie aus den Tiefen des Palastes die Quelle seiner Stärke sind und das jede falsche Bemerkung auch für sie dort unten enden kann.
¹ Erstmals wir über diese Dinge von einem Höfling dessen Namen nur als Fragment überliefert ist. So berichtet Chi_snai_ Thr___ vage von einem flachen schwarzen Brett der Qualen im Tempel von Dis`Darun. Der Speicherkristall ist jedoch stark beschäftigt. Unter dem umgerechneten hier angegebenen Datum finden sich später zahlreiche weitere Speicher, auf denen die Apparatur und die Umstände dazu deutlich hervorgehoben werden. Schließlich ist Malyigor nur einer von vielen folgenden Avataren, die sich die Qualenkrypta zunutze machen.
Imperator und Avatar Malyigor Vraal trägt den Funken nun für einen lebenden Smavari recht lange in sich. Verändert hat ihn diese Bürde kaum. Gerüchte gehen um, dass er auch doch dafür entschieden haben könnte untot und damit deutlich robuster gegen die Qualen durch die göttlichen Kräfte in seinem Inneren geworden zu sein, doch die Damen seines Hofes wiederrufen diese Gerüchte kichernd und mit vorgehaltenen Händen.
Das Massaker von Trim`Skandoras
Noch sind die Kämpfe um die Reichshauptwelt Tobathi`Raysa nicht entschieden, da greift die goldene Faust von Imperator und Avatar Malyigor Vraal nach Asver`Suul, einer der anderen einst verlorengegangenen Kolonien des Reiches. Doch auch hier ist die Freude über sein Erscheinen alles andere als groß. Mit Feuerlanzen, Klauen und wilder Magie versuchen vor allem die Bewohner des Landes Trim`Skandoras ihre Freiheit zu verteidigen. Sie haben in den langen Epochen der Abgeschiedenheit gelernt fremde und grauenhafte Wesen aus der Anderwelt zu beschwöhren und erhoffen sich mit diesen Kräften, ihre Unabhängigkeit bewahren zu können. Doch der Avatar greift mit aller Härte durch. Er sendet ein Kontingent uralter Waffen aus den unterirdischen Arsenalen des Schwarzen Tempels nach Asver`Suul und ist selbst über das Ergebnis überrascht. Innerhalb einer Nacht sind alle Bewohner Trim`Skandoras nichts weiter als klagende Geister. So erhält der Imperator den Titel ›Schlächter von Trim`Skandoras‹, ein Titel, der ihn auf seinem Weg, Furcht und Terror über seine Feinde zu bringen deutlich weiter bringt.
Avatar Malyigor Vraal
Nur wenige Jahreszeiten nach der Öffnung der ersten Risse durch die Dimensionsverdreherin Yyryn Murstrasell will es das Schicksal, dass ein neuer Avatar den Funken des Mirthas in sich aufnehmen muss. Malyigor Vraal gilt als Hardliner und besteigt als unerbittlicher Herrscher den Thron im Schwarzen Tempel von Dis`Darun. Im Vergleich zu den apathischen, katastrophengeplagten Schattenregenten vergangener Epochen besitzt Malyigor einen unbarmherzigen Verstand für die territoriale wiederinbesitznahme der verlorenen Reichswelten. In der neu entdeckten Dimensionsreise sieht er nicht nur ein wissenschaftlicher Triumph, sondern das ultimative Werkzeug, um die verlorengegange Vormachtstellung der Silberwölfe wiederherzustellen. Kaum hat er den Funken in sich gebunden, beordert Malyigor Meisterin Yyryn und ihren Zirkel von Dimensionsverdrehern in den Tempel und unterstellt sie seiner militärischen Kontrolle. Er befieht ein Tor nach Tobathi`Raysa zu öffnen, doch die ersten Versuche gehen fehl. Erst beim dritten Anlauf und zahllosen Blutopfern gelingt es den Dimensionsverdrehern den Weg zur ehemaligen Reichshauptwelt zu lange genug zu öffnen, um mehrere Schiffe auf die Reise zu bringen. Doch die Bewohner Tobathi`Raysas haben sich verändert. Ihre Bindung zu Mirthas ist aufgelöst und es kommt zu schrecklichen Auseinandersetzungen. Malyigor sendet immer mehr und mehr Truppen auf die andere Seite und die Silberwölfe von Tobathi`Raysa führen einen erbitterten Partisanenkrieg. Erst als der Avatar selbst den Kriegsschauplatz betritt und auf seinem goldenen Drachen Knuurhar`Myrn über die Schlachtfeldern gleitet wendet sich das Blatt.
Durch die Stück für Stück stabilisierten Portale, unterwerfen die Fürstinnen und Fürsten des Avatars widerstrebende Splitterkolonien, erpressen Ressourcen und richten ihren Blick schließlich gierig über die Grenzen des Reiches hinaus. Mit Avatar Malyigor Vraal an der Spitze kehrt langsam der grausame Imperialismus der Silberwölfe auf die interstellare Bühne zurück.
Die Smavari entdecken erneut die Dimensionsreise und beginnen sich in die Belange anderer Völker einzumischen. Yyryn Murstrasell ist die erste Dimensionsverdreherin der neuen Generation, die in der Lage ist, die Membran zum Subraum so zu stimulieren, dass trotz der gravitatorischen Auswirkung des Planeten ein stabiler Riss zur Anderwelt entsteht. Die ersten Reisen sind lange und gefährlich, doch Yyr schafft es in kurzer Zeit Schülerinnen und Schüler auszubilden, die ebenso effizient in die Membran greifen können wie sie. Mit dieser neuen Generation von Dimensionsverdrehern gelingt es bald Portale zu den alten Reichswelten und schließlich auch zu neuen Kolonialwelten zu etablieren.
Beginn der Geistnetzwerke
Noch in der Prä-Dimensionalen Phase und vor der Wiederentdeckung der physischen Portale und Dimensionsreisen, gelingt den Smavari von Mirthas`Eysmi ein Durchbruch in der psionischen Fernkommunikation. Sie bilden ein rudimentäres, auf Psi-Relais basierendes Geistnetzwerk, mit dessen Hilfe sie erstmals neue Kontakte auf ihren Koloniewelten aufnehmen können. Natürlich weckt diese neue Technik auch den Größenwahn der Führungsschicht. Sie wollen unbedingt von ihren Kolonien profitieren und forschen von nun an um so härter an Lösungen zur Dimensionsreise.
Eine Gruppe Gelehrter dringt in die verbotenen Sub-Level des Schwarzen Tempels von Dis`Darun vor, um alte Datenkristalle zu bergen. Sie stoßen dabei auf die unberührten Archive aus der Endphase von Bashyrn Paranurs Herrschaft. Erst mit diesem Fund begreifen die Smavari das Ausmaß ihres Wisensverlustes. Die nun aufkommende Ära prägt eine neue philosophische Bewegung der Silberwölfe. Sie beginnen akribisch alle Artefakte der Vergangenheit zu sammeln und versuchen das darin enthaltene Wissen zu extrahieren, scheitern jedoch anfangs immer wieder, da sie häufig Technik mit Zauberei und Zauberei mit Technik verwechseln. Oft werden Reliquien sogar angebetet und ihre Funktionen fehlinterpretiert.
Die lange Nacht von Dis`Darun
Ohne Vorwarnung setzt der Zweiraumkonverter der Hauptcivic von Darun aus und hinterlässt die Silberwölfe ohne Energie in der Dunkelheit. Sie haben längst verlernt Holz zu sammeln, um ihre Häuser warm zu halten. Es dauert nicht lange, da verfallen viele von ihnen erneut in barbarische Verhaltensmuster zurück. Sie überfallen ihre Nachbarn, stehlen alles Brennbare und als der Winter das Land unter einer Decke aus klirrender Kälte begräbt, kommt es zu einem kurzen, aber verheerenden Bürgerkrieg. Von nun an bekämpfen sich verschiedene Kulte jahrhundertelang, um die Kontrolle über Dis`Darun zu erlangen. Der Avatar und seine Krieger kümmern sich wenig um diese desolaten Zustände. Die Zivilisation droht wiedereinmal zu kollabieren.
Ungefähres Ende der zweiten Dunkelheit
Der neue Avatar, Yyrgar Scandrayin, des Reichee der Smavari (welches sich im Grunde in dieser Zeit nur nach auf das Land Dunor auf Mirthas`Eysmi beschränkt) setzt alles daran, sein Volk aus der Dunkelheit zu heben. Er nimmt persönlich an Expeditionen nach versprengten Silberwölfen in der Wildnis Teil, lässt die Trümmer in der Hauptcivic Dis`Darun räumen und vergoldet eigenhändig die Türgriffe der neu errichteten Gebäude. Forts und Wertürme werden errichtet und Höfe aufgebaut und wirtschaftlich subventioniert. Darüber hinaus setzt er Belohnungen für innovative Forschung und die Wiederherstellung verlorenen Wissens aus. Es dauert eine Weile, bis er und seine engsten Getreuen das Dickicht des Chaos zu lichten beginnen, doch die Silberwölfe sind zäh und stets mit etwas neuem aus ihren Höhlen zu locken.
Ein neuer Tiefpunkt der smavarischen Barbarei. 400.000 Standardjahre nach dem Einsetzen der zweiten großen Dunkelheit sind die verstreuten Rudel der Silberwölfe auf den Kernwelten nahezu ganz und gar von ihrer Hochkultur entfremdet. In der Wildnis von Tobathi`Raysa und den abgelegenen Regionen von Mirthas`Eysmi sind die Überlebenden im Begriff, das Sprechen zu verlernen und sich auf heisere Kehllaute und das geisterhafte Heulen der Jagd zu reduzieren. Vom Hunger getrieben und in völliger moralischer Verlorenheit schrecken die verrohten Eltwesen nicht einmal vor Kannibalismus zurück. Sie zerreißen und verzehren ihresgleichen weil der Verlust jeglichen Wissens ihnen keine andere Wahl lässt.
Zweite Zeit der smavarischen Dunkelheit
Sj -8.900.100 bis etwa -7.000.000 › Nach dem Ende der Dimensionsreisen fällt das Volk der Silberwölfe in die frühe Barbarei ihrer Vorfahren zurück. Sie werden zu schwebenden Wolfsgeistern in den Wäldern und handeln über eine lange Ära instinktiv und bestialisch. Vor allem die einstige Reichshauptwelt Tobathi`Raysa gilt als ist der absoluten Finsternis. Einzig das Land Darun im Zentrum von Mirthas`Eysmi mit seinem Schwarzen Tempel des Mirthas gelang es einen gewissen Grad der Zivilisation aufrecht zu erhalten.
Ende des Imperators Bashyrn Paranurs
Nach den eigentlichen Kriegen wird Bashyrn Paranurs Verhalten immer exzentrischer. Während die Silberwölfe noch ihre Wunden lecken, bricht in den Schatten des Schwarzen Tempels eine finstere Ära der posttraumatischen Lähmung an. Der Krieg ist zwar offiziell beendet, doch für die Silberwölfe gibt es keinen echten Frieden. Die verbliebenen Krieger, einst gefeierte Helden irren.geplagt von chronischen Phantomschmerzen, psionischen Echos vergangener Schrecken und der schleichenden Gewissheit ihrer eigenen sterilen Auslöschung über die Welten. Seherinnen versuchen ihre wirren Visionen zu begreifen und müssen erkennen, dass sie einen Teil ihrer Hellsicht der Anwesenheit der Lugen zu verdanken hatten. Im Zentrum dieses Verfalls, eingesperrt unter der schwebenden Basaltdecke seines Tempels, verfällt auch der Avatar des Mirthas immer tiefer dem Wahnsinn. Seine einst messerscharfen, drakonischen Befehle degenerieren zu unverständlichem Murmeln, während er tagelang vor den stummen, goldenen Statuen seiner versteinerten Opfer hockt und Selbstgespräche mit den Geistern der von ihm hingerichteten Drachen führt. Die Administration des Reiches zerfasert in Paranoia und Inkompetenz, doch niemand wagt es, den Despoten zu stürzen.
Mehr als 35.000 Standardjahre führt er die Smavari in die düstersten Zeiten ihrer Entstehung zurück. Dies geht so weit, dass er Dimensjonsreisen verbietet und alle noch lebenden Dimensionsverdreher in Goldstatuen verwandelt. Der Kontakt zwischen den Reichswelten erlischt weitgehend. Ohne Führung und kulturellen Rückhalt versinken die Silberwölfe in tiefer Finsternis.
Am Ende seines Daseins ist Bashyrn Paranurs nur noch ein Schatten seiner selbst. Er hat tausende seiner Untergebenen traumatisiert und ebensoviele in Gold verwandelt. Als er schließlich endlich versiegt, legt er Beide Hände auf seine Brust und wird selbst zu einer Mumie aus kaltem Gold. Sein Nachfolger ist nicht bekannt, aber er ließ Bashyrns Goldmumie eine eigene Kammer bauen, die genau so hoch wie die stehende Statue in den Keller des Tempels reicht. Sollte die schwarze Badaltdecke sich jemals auf den Boden senken, werden all seine Opfer zu goldenen Scheiben zerquetscht, doch er selbst wird für immer dort unten stehen und auf das Ende der Zeit warten.
Ende der Dimensionsreisen
In seinem Wahn verbietet Imperator Bashyrn Paranur, Avatar des Mirthas, das Reisen durch die Dimensionen und verwandelt nahezu alle noch lebenden Dimensionsverdreher in Gold. Die Unterbrechung der Kommunikation und das fehlen von Administration lassen vor allem die Reichshauptwelt in finsterstem Chaos versinken.
Fertigstellung des Schwarzen Tempels des Mirthas auf den Trümmern des in den Drachenkriegen vernichteten Goldenen Tempels im Zentrum von Dis`Darun.
Wo der erste Tempel ein Ort der goldenen Schönheit mit hohen, lichtdurchfluteten Hallen war, ist der Schwarze Tempel ein niedriges, flaches Gebäude aus zwei gewaltigen Basaltplatten. Die eine bildet den Boden, die andere die Decke. Mächtige psionische Apparate halten letztere in wenigen Metern über dem Erdboden in der Schwebe. Sollten diese Apparate je ausfallen, werden alle Bewohner des Tempels unweigerlich zerquetscht. Im Zentrum und an den Rändern der gewaltigen Platten befinden sich die Abgänge in die finsteren Labore und Kerker in denen der Avatar des Mirthas seinen Perversionen frönt. Überall in dieser Anlage stehen güldene Statuen und keine einzige von ihnen wurde von einem Künstler gestaltet.
Hypothetisches Ende des Drachenkrieges
Der Avatar des Mirthas richtet auf der Baustelle seines neuen schwarzen Tempels einen der letzten gefangenen jungen Drachen hin, indem er ihn in eine goldene Statue verwandelt. Danach erklärt er die Drachenkriege für das Reich der Silberwölfe als siegreich beendet.
In Wahrheit gehen die Kämpfe noch eine unbestimmbare Zeit weiter. Immer wenn irgendwo eine neue Welt von den Smavari erschlossen wird und sich dorthin ein Luge zurückgezogen hat kommt es zu neuen Massakern. Siedler verbrennen, schlafenden Drachen werden mit furchtbaren Seuchen infiziert und wieder und wieder werden ganze Biosphären real, dimensional und psionisch verseucht.
Das verhängnisvolle Ultimatum
Über dreihundert weitere Standardjahre bekriegen sich die Smavari und die Drachen und zerstören dabei ihre Welten. Ganze Regionen werden für immer unbewohnbar gemacht, Spezies sterben aus und Kulturen vergehen. Trotz aller Waffen und dem erbitterten Drang zu Siegen der Silberwölfe wüten die Lugen immer weiter. Sie ebnen Gebirge ein, bringen Vulkane zum Ausbruch und verändern die Lebensbedingungen des smavarischen Reiches zum Negativen. Allein über Tobathi`Raysas Norden entsteht zwischen dem Standardjahr-9.007.277 und -9.006.940 eine Aschewolken, die zu einer verheerenden Veränderung der planetaren Wetterverhältnisse führt. Ein viele Standardjahre anhaltender Winter ist die Folge.
Doch schließlich entdecken die Meister des Wissens von Mirthas`Eysmi den endgültigen Schüssel des Lebens und setzen eine ganz neue Art von Nanophagen frei, die alle Drachen mit Unfruchtbarkeit schlagen soll. Dann zwingen sie ihre eigenen Drachenavatare mit ihresgleichen zu verhandeln. Das Angebot lautet Unterwerfung oder Auslöschung. Die Drachen spüren die Veränderung in ihren Organen und sehen den Untergang, aber dann müssen die Smavari erkennen, dass sich die von ihnen Freigelassene Plage auch auf die selbst auswirkt. Ihre Hellseherinnen verlieren die Spuren ihrer Spezies in den Wirren der Zukunft. Noch während der Verhandlungen stoßen die smavarischen Wissenschaftler das Gegenmittel gegen die Seuche aus, aber der Schaden ist angerichtet. Von dieser Zeit an, erleidet das Volk der Silberwölfe einen zwar langsamen, aber dennoch kontinuierlichen Geburtenrückgang.
Die Drachen indessen entscheiden sich für sehr unterschiedliche Reaktionen. Während manche von ihnen einfach weiter kämpfen, ergeben sich andere und geraten in Gefangenschaft. Wieder andere fliehen durch die Dimensionen und sinnen an weit entfernten Orten auf Rache.
Kurz nach der Schlacht um Dis`Darun auf Mirthas`Eysmi fallen die Drachenhorden erneut an. Diesmal tauchen sie vor den Toren der Reichshauptcivic Irthind auf und vernichten im einem verheerenden Erstschlag den gesamten Südteil der Civic. Der im Norden gelegene Stadtteil ist ins Gebirge eingelassen und kann von den Silberwölfen gehalten werden. Über ein Standardjahr dauert die Belagerung, bis endlich Verstärkung von Mirthas`Eysmi eintrifft und die Drachen vertreibt. Wieder sind es die Midyar, die noch lange nach der Schlacht für Chaos und Verderben Siegen.
Fast einhundert Standardjahre wüten die Schlachten zwischen den Silberwölfen und den Drachen auf Tobathi`Raysa und Mirthas`Eysmi bis es erneut zu einem folgenschweren Ereignis kommt. Als mehrere große Lugen Dis`Darun, den Sitz des smavarischen Avatars selbst angreifen. Es kommt zu einer erbitterten Schlacht in deren Verlauf mehrere junge Drachen auf beiden Seiten und viele smavarischen Helden – darunter Yyrminoth Wolfszahn – und unzählige Kriegerinnen und Krieger ihr Leben verlieren. Eine Zeit lang scheint Dis`Darun verloren, doch dann opfern sich mehrere mit der Drachenschuppe infizierte Attentäter. Die Lugen haben gelernt ihre Gegner als Nahrung zu verschmähen, aber im Eifer des Gefechts geraten doch immer mehr der Infizierten in die Fänge der Bestien. Schließlich ist einer der großen Drachen infiziert und schwankt, während der andere vom Avatar des Mirthas, zwischenzeitlich auf seinem eigenen goldenen Kriegsdrachen reitend in Bedrängnis gerät. Feuer und Asche bedecken das Land als der infizierte Luge zusammenbricht und ein Viertel der Civic unter seinen Massen begräbt. Sein verbliebenen Bruder muss schon mit einer goldenen Klaue leben, doch da erhebt er sich und erbricht seine glühende Galle auf den Tempel des Mirthas. Er macht einen Satz und zertrampelt das brennende Gebäude. Dann, bevor auch er sich infizieren kann, reißt er eine Öffnung in die Membran zur Anderwelt und lässt seine Streitkräfte zurück. Die Smavarischen Truppen brauchen noch fast ein ganzes Standardjahr, um Dis`Darun zu sichern und die letzten Midyar zu erschlagen. Die jungen Drachen, die den Kampf überleben zerstreuen sich in die Wildnis Daruns und machen den landlebenden Silberwölfen noch hunderte von Standardjahren das Leben schwer.
Der erste Drachenavatar
Die smavarischen Bewohner des Planeten Agay lehnen sich offen gegen den Imperator des Reiches auf und verweigern die Abgabe von Ressourcen. Auf ihrer Welt ist es zu einer Art Wunder gekommen. Der Luge Durnjyaith Morthrag hat seinen Leib stillgelegt und ist in einen smavarischen Avatar gefahren, um in dieser Gestalt mit den Silberwölfen über Frieden zu sprechen. Der erste Drachenavatar ist Mirthridt Taiyyrni, eine alte Botanikerin. Sowohl der Imperator der Smavari als auch die alten Drachen sehen in diesem Verhalten eher Perversionen und Verrat an der jeweiligen Spezies.
Die Silberwölfe von Mirthas`Eysmi beginnen mit der Errichtung des ersten Forts auf Theres. Die Biosphäre dieser Welt scheint optimal. Fürs Erste scheint es sich bei Kolonie um ein Paradies zu handeln. Weit ab von den Schlachten der Drachenkriege wähnen sich die Siedler auf Theres glücklich.
Während die Drachenkriege erneut aufflammen und verheerenden Verwüstungen auf allen von Silberwölfen bewohnten Welten verursachen, lässt der Avatar des Mirthas immer verbissener nach neuen Koloniewelten ausschau halten. Als seine Seherinnen schließlich einen neuen Planeten entdecken, raten sie ihm davon ab ihn besiedeln zu lassen. Viele ihrer Visionen zeigen die zukünftigen Kolonien in Flammen aufgehen, gegen die das Verhängnis von Basvahuur wie einen Welpengeburtstag erscheint. Der Avatar lacht über diese Warnung und gibt Befehl auf der Stelle die Dimensionen zu verdrehen und einen Weg zu besagter Welt zu öffnen. Noch im selben Winter betreten die ersten smavarischen Kundschafter Theres.
Auf der smavarischen Reichshauptwelt Tobathi`Raysa überennen marrodiere Horden der Midyar, angeführt von mehreren frisch erwachten jungen Lugen die östlichen Regionen des Landes Drygièr und richten ein Blutbad unter den ländlichen Bewohnern an. Erst kurz vor Sishyrn, der Hauptcivic Drygièrs werden sie von den dort stationierten Truppen gestoppt und aufgerieben. Die Anfrage nach Verstärkung seitens der Goldhäute lehnt der amtierende Avatar des Mirthas ohne Angabe von Gründen ab. Stattdessen erwartet er von Tobathi`Raysa Fliegende Schiffe und gut ausgebildete Dimensionsverdreher zur Entdeckung neuer Welten, die er dem Reich anzugliedern gedenkt. Erstmals kommt es zu einer offenen Empörungswelle unter den Silberwölfen. Der Avatar reagiert auf dieses Knurren, indem er den unschuldigen Botschafter von Tobathi`Raysa auf Mirthas`Eysmi in Gold verwandelt, die Statue nach Hause schicken und sie auf dem Platz vor dem dortigen Regierungssitz aufstellen lässt.
Nachdem der Angriff der Lugen auf Basvahuur den Beweis erbracht hat, dass die Bestien erwachen, bricht eine neue Ära der aggressiven Kriegsführung seitens der Silberwölfe an. Unter der Führung von Generalin Wyrnichni Scaiylth entsendet die taktische Führung von Dis`Darun eine Armada von fliegenden Schiffen in den Archipel von Skarn. Hier liegen laut Visionen mehrerer Seherinnen wenigstens zwei große Lugen im Drachenschlaf unter dem eisigen Meeresboden. Ein direkter Angriff gegen die schlafenden Bestien wäre zu riskant, aber die gnadenlosen Smavari haben ohnehin anderes im Sinn.. So greifen sie zu den in der tausendjährigen Ruhe entwickelten Bio-Waffen. Sie fluten die unterseeischen Klüfte mit neu erschaffenen Nanophagen und machen das ganze Gebiet für immer für jede Form des Lebens unbewohnbar. Die zweidimensionalen mikroskopischen Kunstorganismen dringen in die Nüstern der ruhenden Drachen und noch bevor sie erwachen, beginnen ihre titanischen Körper von innen heraus zu verrotten. Dieser methodische Mord mittels Biokorrosion im Namen des Reiches zeigt die unheimliche technologische Überlegenheit der Silberwölfe.
Kurz nach Entstehung des Weltenbrandes auf Basvahuur entscheidet der amtierende Imperator Bashyrn Paranurs, Avatar des Asan Mirthas, von seinem Stammsitz auf Mirthas`Eysmi aus, alle Bewohner Basvahuurs zu Torgs umwandeln zu lassen und diesen genetisch eine gesteigerte Feuerfestigkeit zu verleihen. Jeder von ihnen erhält zusätzlich künstliche Lungen mit denen er die rauchgeschwängerte Luft atmen kann und weitere Organe zum Schutz gegen die Hitze. Er weigert sich diese Welt aufzugeben und lehnt die von dort kommenden Flüchtlinge ab. Wer im Inferno lebt, muss das Inferno ertragen – so seine Entscheidung.
Ende der Waffenruhe & Weltenbrand
Nach über tausend Standardjahren erhebt sich ein grauenhafter Schatten aus den östlichen Mooren Basvahuurs. Es ist Orthrask Njuingar, eine der größten Feuerschuppen, der aus seinem Staseschlaf erwacht und hungrig sein Dasein überdenkt. Zwei nahegelegenen Siedlungen fallen seiner Gier zum Opfer, bis Hilfe von Mirthas`Eysmi eintrifft. Die Smavari haben ihre Zeit genutzt und kommen nicht unvorbereitet. Mit neuen Waffen ausgerüstet und von ihren eigenen Drachen unterstützt stürzen sie sich auf die Bestie. Eine doorischen Schwarze Perle kostet den Drachen den linken Vorderlauf und tausende von Speerspitzen reizen seine Schuppenhaut. Schließlich gelingt es ihm mit einem vergifteten Köder zu locken und sein Inneres zu kompromittieren. Geschwulste schlagen sie seinem Bauch und verpesten Land und Leute und es sieht schon so aus, als hätten die Silberwölfe einen erneuten Sieg errungen. Doch da erhebt der alte Braune Luge sein Haupt und wirkt einen tiefen Riss in die Membran der Anderwelt. Dieser Riss geht jedoch anders als gewollt nicht nur in den Himmel hinauf, sondern zerteilt den Torfboden bis in die geothermen Regionen Basvahuurs. Eine real-chaosmagische Kettenreaktion entzündet die Gase unter den Mooren und setzt in einer alles vernichtenden interdimensionalen Verpuffung ganz Basvahuur in Flammen. Dieses Ereignis vernichtet nicht nur die smavarischen Truppen, sondern auch den Lugen selbst, sondern auch das reale Raumzeitgefüge des ganzen Planeten. Von nun und für immer wird Basvahuur diesen Zeitpunkt des Brennens immer und immer wieder erleben und als Welt der brennenden Bäume in die Geschichte eingehen.
Dieses schreckliche Ereignis von wahrhaft kosmischen Ausmaßen zeigt den Silberwölfen, dass die Drachenkrieger keineswegs zuende sind. So rüsten sie sich und beginnen die schlafenden Drachen zu suchen, denn es ist immer besser den Kampf in das Heim des Gegners zu tragen. Der Friede ist vorüber – Tod den Kindern der unheiligen großen Schlange!
Erzeugung der ersten Torg
Angeleitet durch uralte doorischen Darstellungen ihrer einstigen Experimente setzt ein unbekannter smavarischer Meister des Wissens einen Körper aus Leichenteilen gefallener Krieger zusammen und zwingt einen Geist und eine Seele in dieses unheilige Konstrukt. Er badet sein Exponat in einer Essenz aus osmotischen Stoffen und leitet schließlich eine große Menge an Energie in den Leib und hat nach einigen Anläufen Erfolg. Das so geschaffene Wesen öffnet die Augen und ist am Leben. Zuerst empfinden die Smavari das Ergebnis befremdlich, denn es ist eine Sache freiwillig in einem toten Leib verbleiben und eine ganz andere, erzwungen einen fremden, aus verschiedenen Toten bestehenden Körper aufgezwungen zu bekommen, aber als sich die ersten Torg – so nennen sie die Kreaturen – als praktische und robuste Diener erweisen, gehen sie bald in Massenproduktion.
Die Eintausendjährige Ruhe
Von Sj -9.008.498 bis -9.007.466 fallen die Lugen durch die schwere Verwundung ihres Anführers Mordrikal Eisenspucker in einen staseartigen Schockzustand. Die meisten von ihnen ziehen sich in die Tiefen der Ozeane und Gebirge zurück und versetzen sich in den Drachenschlaf. Nur ihre Kriegsbestien, die immer eigenständiger werdenden Mydiar ziehen nach wie vor durch die Lande und toten jeden Silberwolf den sie erwischen. Auch die Smavari sind geschwächt. Sie haben keinen fähigen Anführer und ihr Reich liegt in Trümmern. Doch während sie sich weiterhin gegen die Mydiar zur Wehr setzen forschen sie immer weiter, entschlüsseln essenzielle Geheimnisse der Realität und finden immer neue teuflische Apparate der Dooren und lernen diese zu bedienen oder gar zu reproduzieren. Anhand ihrer eigenen Drachen und durch ihren Gefangenen, Jungur Todlecker, entdecken sie immer neue Erkenntnisse über den genetisch-übernaturlichen Aufbau der Karwesen und schließlich begreifen sie, von diesen Forschungen abgeleitet den grundsätzlichen Aufbau des Lebens. Als erstes nutzen sie dieses Wissen, um neue Mutationen und geradezu unglaubliche Scheußlichkeiten zu erzeugen.
Mordrikals Erblinden
Während die Silberwölfe Dis`Daruns um den Wahn ihres Anführers bangen, zieht Generalin und Drachenreiterin Wyrnichni Scaiylth auf dem goldenen Drachen Margauln Wyrn zu den Scur-Wäldern hinaus und stellt sich allein Mordrikals Sohn Jungur Todlecker, der schwer verletzt und halb zu Gold erstarrt im zerfurchten Schlachtfeld liegt. Doch gerade als auch Margauln auf den Verwundeten stürzen will verdunkelt sich der Himmel über den Wäldern. Mordrikal selbst erhebt sich aus dem Gebirge und versetzt dem goldenen Drachen einen entsetzlichen Prankenhieb. Doch im selben Moment schleudert Generalin Wyrn ihren legendären Speer, dessen Eigenheit der unmittelbare Tod ist. Die Klinge durchbohrt das linke Auge der Höllenbestie und lässt dieses für immer erblinden. Der Luge schreit und lässt das Land erbeben, doch die Macht des Speeres zerrt an seiner Seele und fordert sein Leben. Kurzerhand zerschlägt er seinen eigenen Schädel, entledigt sich so dem Speer und flieht durch einen Riss im Gefüge der Anderweltmembran. Seinen Sohn muss er den grimmigen Wölfen überlassen.
Schwer geschlagen ziehen sich auch die Smavari zurück, nehmen jedoch Jungur Todlecker als ersten lebenden Lugen als Gefangenen mit nach Dis`Darun. Er wird nie vergessen, dass sein Erzeuger ihn den erbarmungslosen Silberwölfen überließ.
Bashyrn Paranurs Wahnsinn
Die Untergebenen des jungen Avatars verzweifeln. Während die Drachen die smavarischen Welten mit Chaos überziehen ist der Anführer der Silberwölfe praktisch handlungsunfähig. Wie ein Besessener – der er ja auch ist – wehrt sich Bashyrn gegen die Macht des Mirthas und verwandelt dabei fast jeden Tag jemanden, den er vorher mochte unkontrolliert in Gold. Neue Goldhäuten, die dringend benötigt würden, kann er nicht hervorbringen, denn jeder den er berührt erstarrt in kaltem Tod.
Die Herrschaft des Bashyrn Paranur
Sj -9.008.501 bis -8.973.108 › Der unfreiwillige Imperator des smavarischen Reiches und Avatar des Mirthas Bashyrn Paranur gilt als einer der langlebigsten Hüllen des gefangenen Asan überhaupt. Obwohl er kein Dur und damit nicht untot ist, halten sein Geist, seine Seele und sein Leib diese Tortur mehr als 35.000 Standardjahre aus. Vielleicht liegt es an seiner Jugend oder am Wahnsinn, der ihn direkt nach der Übernahme des Funkens überkommt, aber kaum ein anderer Smavari ist dieser schrecklichen Aufgabe jemals besser gewachsen als er.
Zu Zeiten der Drachenkriege sind seine Entscheidungen von brutaler Härte und Gefühlskälte geprägt und führen im späteren Verlauf der Kampfhandlungen mehr als einmal zu Rebellion und Aufständen in den eigenen Reihen. Vor allem seine Haltung gegen die Bewohner von Basvahuur für zu schlechter Stimmung im Reich.
Tod des Kydarn dan`Yvoriths
Immer wieder überziehen die Drachen die beiden Kernwelten des smavarischen Reiches Tobathi`Raysa und Mirthas`Eysmi mit Tod und Verderben. Im Verlaufe einer besonders schlimmen Schlacht im Süden der Scur-Grenzwälder prallen die Truppen des Avatars des Asan Mirthas auf Mordrikals Kreaturen. Angeführt von Jungur Todlecker vernichten tausende von Mydia Felder, Minen und Forts in den Wäldern. Als der Avatar der Bestie begegnet geht ein Ruck durch die Raumzeit der eine kosmische Veränderung ankündigt. Der gewaltige Drache stürzt sich auf den Avatar und wird halb zu Gold, doch dann erbricht er all seine Galle auf den sterblichen Leib seines Gegners und verletzt ihn dabei tödlich.
Entsetzt retten die Goldhäute, des Avatars Garde, den zersetzten Leichnam aus dem Chaos der Drachenbrühe und fliehen. Die Scur-Wälder sind verloren. In Darun angekommen öffnet sich Harnion Avrilogth für den Funken des Asan, doch der Übertrag durch die alte Maschine schneidert und Harnion wird zu Gold. Im letzten Moment zwingen die Smavarischen Zauberer den Funken in einen zufällig anwesenden Jüngling namens Bashyrn Paranur und erschaffen so eine der grausamsten Gestalten der smavarischen Frühgeschichte.
Die beiden Feuerschuppen Horzaud und ihre junger Sohn Frinzedt tauchen am Himmel über Basvahuur auf und überziehen die Felder der hier lebenden Silberwölfe mit ihrem infernalen Odem. Bis Hilfe von Mirthas`Eysmi den Kriegsschauplatz erreicht, liegen dutzende von Forts und Siedlungen in Schutt und Asche. Mutter Horzaud hat sich im Norden der Viragen, dem größten Gebirge Basvahuurs eine Mulde geschaffen und dabei den ganzen Planeten mit Erdbeben überzogen. Das vorher schon tektonisch labile Gefüge Basvahuurs droht zu kippen. Immer wieder kommt es seither zu Vulkanausbrüchen und Erdbeben.
Smavarische Dimensionsverdreher von Mirthas`Eysmi fahren mit ihren fliegenden Schiffen durch die Anderwelt und entdecken den Planeten Sobredal. Durch den Drachenkrieg geschwächt fällt es ihnen jedoch anfangs schwer diese neue Welt zu erschließen. Vor allem Invaliden und Veteranen des Krieges wird es frei gestellt sich dort anzusiedeln. Später nehmen die dortigen Siedler auch viele Flüchtlinge von Agay auf.
Die treffsicherten Seherinnen des Avatars von Mirthas haben eine düstere Ahnung. Sie sehen zwei der größten alten Lugen auf Irthind, die Reichshauptcivic des smavarischen Reiches zu marschieren und ganz Raysa dem Erdboden gleich machen. Diese Vision gibt dem güldenen Herrscher jedoch die Zeit eintausend und eine weitere seiner Kriegerinnen und Krieger mit der goldenen Haut zu überziehen und nach Tobathi`Raysa zu senden. Noch bevor die Lugen die Mauern von Irthind erblicken, breitet sich vor ihren turmhohen Zehen eine Armee von Silberwölfen aus, wie sie das Multiversum noch nicht gesehen hat. Angeführt von den Goldhäuten und deren Generalin Wyrnichni Scaiylth auf dem stacheligen Rücken des nun ebenfalls goldenen Drachen Margauln Wyrn, streben tausende und abertausende lebender und untoter Silberwölfe gegen die unheiligen Bestien. Da sind Riesen mit glühenden Speeren bewaffnet und geflügelte Schrecken aus den tiefsten Laboren der verrückten Genetiker und der Himmel ist erfüllt von durch die Wolken gleitenden Schiffen, bewaffnet mit neu erlernten Strahlenwaffen der Dooren.
Drei Tage und drei Nächte währt die Schlacht und am Ende, bleibt von den Angreifern nur ein Gebirge aus faulendem Drachenfleisch. Toruguar der Rote und Paragblis die Mutter der Zungen sind tot.
Nach dem das qualvolle Ende des Lugen Njurnurgil Bilgangsard durch das Opfer der Silberwölfe seine Runde durch das Bewusstsein der Bestien macht, entflammt bei ihnen erstmals die Zwietracht. Während die alten Drachen nach blindwütiger Zerstörung schreien, blicken vor allem jüngere Lugen gezielt in zukünftige Zeitlinien und sehen die schreckliche Vehemenz der winzigen, unaufhaltsamen Insekten gegen die sie kämpfen voraus. Einige von ihnen fliehen unmittelbar nach dieser Vision, andere sehen in der Flucht kein Heil, denn ihnen ist klar, dass die Smavari erst am Anfang ihrer irrsinnigen Vernichtungskraft stehen. Zwanzig junge Lugen – getrieben von Überlebenswillen, Zynismus oder der Faszination für die kalte Perfektion der Silberwölfe – brechen den uralten Pakt ihrer Art. Sie wenden sich von ihrer eigenen Art ab und ergeben sich dem Urteil des Avatars von Mirthas. Sie lassen sich freiwillig mit psionischen Ankern versehen und leisten den unbrechbaren Schwur in der alten Sprache. Im Gegenzug gewähren ihnen die Smavari Schutz im Schatten des Reiches. Nie zuvor kämpften Lugen und die Kinder eines anderen Aspektes des Kar Seite an Seite. Der Äonenkrieg nimmt eine unumkehrbare bürgerkriegsähnliche Dimension an.
Der Große Braune Njurnurgil Bilgangsard ruht im von ihm angerichteten Chaos der Ruine der Civic Barintor. Das Land stinkt nach Tod und Verderben und nichts deutet darauf hin, dass es etwas gibt, dass dieser Bestie Einhalt gebieten kann. Da erscheint ein einzelner Mann, ein smavarischer Zauberer mit nichts bewaffnet als einer winzigen Phiole. Der Drache blickt den Winzling an und sieht zu wie dieser das Gläschen an seine Lippen hebt und leert. Dann breitet er die Arme aus, bildet ein aufrechtes Kreutz und erwartet den Rachen der Höllenbestie. Njurnurgil lässt sich nicht zweimal bitten und atmet den verrückten Silberwolf mehr ein, als nach ihm zu schnappen, denn sein Maul ist so groß wie der Platz vor dem Goldenen Tempel des Mirthas. Und ohne es zu ahnen, besiegelt der damit seinen Untergang. Denn der Mann ist kein anderer, als Muryl Stayiarn, Meister der Gifte und er hat viele Jahreszeiten ruhelos damit verbracht das Innere der Lugen zu erforschen und mit Nanophagen zu experimentieren. Nun hat er seinen Sud geschluckt und darin befindet sich ein Gift aus den Genen der Drachen selbst. Muryl gelangt in den Magen der Bestie und erleidet dort einen fürchterliche Säuretod, doch er lacht sein irrestes Lachen als er zersetzt in das Monster übergeht. Schon färbt sich die Magenwand schwarz, schon rebellieren die Organe des Lugen und nur wenige Tage später ist in ihm ein Geschwulst gewachsen, so groß wie besagter Tempel des Mirthas selbst. Es dauert über zehn Standardjahre bis Njurnurgil Bilgangsard endlich an seinen Leiden verendet, aber in all dieser Zeit gelingt es ihm nicht, auch nur einen einzigen klaren Gedanken zu fassen, oder sich zu bewegen. Sein Leib verpestet die Luft und sein Stöhnen erzeugt Wahnsinn und irre Träume und am Ende ist da nur noch ein grausamer Tod.
Aus einem neuen Dimensionstor vor der Civic Barintor im Lande Draiymor`uruth tritt überraschend und von keinem Hellseher vorhergesehen ein gewaltiger, bislang unbekannter Luge aus der Anderwelt hervor. Er ist groß wie ein Berg und lässt den Bewohnern der Civic keine Chance. Sein Odem vernichtet die Oberfläche des Landes und seine verdrehten Klauen pflügen durch die Erde und am Ende seines Wütens steht kein einziger Stein auf dem anderen. Barintor ist nicht mehr.
Smavarische Meister des Wissens und ihre zauberkundigen Kolleginnen und Kollegen finden den Schlüssel zur Drachenschuppe. Diese genetisch-psionische Eigenheit der Lugen ist fest mit dem feinstofflichen Element des Feuers verknüpft und kann nun von den Silberwölfen in die Programmierung der Nanophagen eingebracht werden. Zuerst infizieren sie von ihnen erschaffene Mutationen, doch ohne Erfolg. Alle Probanden sterben einen grausamen Tod. Dann übertragen sie den so erschaffenen Gendefekt auf Freiwillige aus ihren eigenen Reihen. Die meisten mutieren zur Unkenntlichkeit und werden zu geistlosen Bestien, die man nur noch in die Schlacht entlassen kann. Aber einige wenige bleiben Smavari und entwickeln ein ganz neues Verständnis zu den Lugen. Sie verstehen plötzlich deren Belange, ihre Sprache und ihre Sehnsüchte und das Beste daran: die Drachen können diese Mutanten offenbar nicht von ihrer eigenen Art unterscheiden. So infiltrieren die ersten Drachenschuppen mehrere Lugennester und zerstören sie in gnadenloser Raserei.
Die Smavari unter der Herrschaft des Avatars von Mirthas entschlüsseln das Geheimnis der Nanophagen im Blut allen Lebens. Diese zweidimensionalen Halblebewesen, vor langer Zeit von den Nugai erschaffen und in die Realität entlassen, sollten den Karwesen das Geheimnis der Fortpflanzung entschlüsseln. Nun beginnen ihre Kinder, die Silberwölfe, die Zusammenhänge der Eltwesen mit den Kräften der Anderwelt zu begreifen und darauf Einfluss zu nehmen. Das Ziel sind zum Teil furchtbare Mutationen, Riesen und monströse Abnormitäten, von den Smavari als Kanonenfutter in die Schlachten geworfen werden.
Der smavarische Philosoph und Meister des Wissens Wayradt Nurin entschlüsselt das psionische Genom der Lugen. Zuerst schreibt er ein tausende von Seiten langes Traktat über seine Tat, dann legt er seine Erkenntnisse den Kriegslaboren in Dis`Darun vor. Der Avatar des Mirthas belohnt ihn mit der Goldhaut, rügt ihn jedoch gleichzeitig für das Versäumnis, die Poesie vor das Reich zu stellen. Wayradt weigert sich die Rüge anzuerkennen und endet als Goldstatue. Erst danach gibt der verärgerte Herrscher den Befehl mit der Forschung fortzufahren und die ersten genetischen Waffen zum Kampf gegen die Bestien herzustellen.
Smavarische Krieger entdecken ein fremdartiges Waffenlager der Dooren. Es handelt sich um eine gewaltige Halle tief unter einer der ältesten Festungen Raysas, in der kopfgroße gläserne Kugeln oder Perlen gelagert werden. Zuerst vermutet man erneut eine Gaswaffe und versucht eine der Kugel zu öffnen, doch die ausführenden Krieger hören unmittelbar nach der Berührung der Sphäre auf zu existieren. Rückstandslos verschwinden sie aus Raum und Zeit und nicht einmal ihre Geister bleiben erhalten. In der Halle befinden sich jedoch Transportbehälter und zangenartige Werkzeuge, mit denen es doch noch gelingt, mehrere Glaskugeln nach Mirthas`Eysmi zu befördern. Es ist den smavarischen Wissenschaftlern nicht beschieden das Geheimnis der Schwarzen Perlen zu entschlüsseln, aber sie können sie dennoch zum Einsatz bringen. Immerhin drei junge Lugen verschwinden in folgenden Schlachten für immer und sechs der größten Drachen verlieren Klauen, Gliedmaßen, Flügel- und Schwanzspitzen. Keine andere Waffe, die im Verlauf der Drachenkrieger verursacht größeren Schrecken als die Schwarzen Perlen der Dooren, denn allein seine von ihnen, über einer angreifenden Streitmacht der Midyar abgeworfen löscht mehr als die Hälfte der Bestien aus. Jeder Angriff gegen die Kugeln hat die unmittelbare Annihilation zur Folge, ein Umstand, dem auch unzählige Smavari auf den Schlachtfeldern zum Opfer fallen.
Eines Morgens werden kleinere Festungen und unterirdische Bunkeranlagen der Smavari in Raysa von mysteriösen Echsenwesen angegriffen diese tierhaften Bestien haben zwar eine affenähnliche Gestalt, gehören aber eindeutig den Reptilien an. Sie sind clever, furchtlos und kämpfen auf der Seite der Drachen. Wo sie letztendlich herkommen ist unbekannt, aber zweifellos sind sie die Vorfahren der späteren Midyar und Dromoren. Es dauert nicht lange und die Reptilienbestien erreichen auch Mirthas`Eysmi und andere smavarische Welten.
Die smavarischen Helden Sobaiyt und Drunaiya Jyrthin töten mit ihren übermächtigen, von schrecklichen Geistern und Dämonen besessenen Waffen die junge Feuerschuppe Styrniendt Xorn. Sie ist die erste Drachin, die in diesem schrecklichen Konflikt ihre Leben lässt. Sofort verfrachten die Smavari den Kadaver des Lugen nach Mirthas`Eysmi, wo ihre Wissenschaftler beginnen sie innere Struktur des Götterwesens zu erforschen.
Die Elementarzauberer von Mirthas`Eysmi entdecken die Kunst, Gifte zu konzentrieren und feinstofflich wirken zu lassen. Der Drachenkrieg der Tobathi`Raysa zwischenzeitlich verwüstet zwingt sie zu schnellem Handeln. Die Wissenschaftlichen Erfolge dieser Epoche prägen das naturelementare Verständnis der Silberwölfe für Äonen.
Beginn des Drachenkriegs
Angeführt vom Avatar des Mirthas erheben sich die Smavari von ganz Tobathi`Raysa, Mirthas`Eysmi und weiteren Welten gegen den Lugen Mordrikal und seine unheilige Brut. Die Silberwölfe entfesseln ein Inferno freigelassener Geister ihrer eigenen Toten, schicken Heere von untoten Tieren und smavarischen Kadavern in die Schlacht und forschen an geborgenen doorischen Waffen, die sie aus den Gräben unter den Gebirgen heben. Die Bestie überzieht das Land mit einer Schlacke aus flüssigem Eisen und macht große Teile der einst blühenden Welt zu einer vergifteten Einöde. Dann weckt er weitere Ungeheuer und schickt sie auch zu den anderen Planeten seiner winzigen Gegner, um dort ebenfalls für Tod und Vernichtung zu sorgen.
Der Himmel über Raysa hat sich verdunkelt und im toten Land Myr verdecken die lebendig gewordenen Schwingen der Berge den Himmel. Der Ausbruch im Gebirge schüttet Unmengen von Gift und Staub in die Atmosphäre, dass viele der Silberwölfe dieser Welt nach Mirthas`Eysmi flüchten. Doch der Avatar des Mirthas will die Reichshauptwelt nicht kampflos aufgeben. Er lässt seine besten Kämpfer ausrüsten und nimmt selbst Harnisch und Schild zur Hand und geht durch die alten Tore hinüber in die Dunkelheit.
Tobathi`Raysa hat sich in eine Welt der kalten Finsternis verwandelt. Die Luft schmeckt nach Blut und Gifttod und der Himmel ist schwarz vom Odem der Bestie. In Raysa versuchen die Bewohner Elementarzauber zu wirken und schaffen eine dünne Wand, die das schlimmste Inferno abhält. Kydarn dan`Yvorith, der Avatar, trifft eine Entscheidung. Er geht nach Myr, um sich der Bestie zu stellen und sie in ein Monument aus Gold zu verwandeln. All seine Begleiter sterben auf dieser Reise, doch endlich steht er am Fuße des Gebirges und hoch über ihm erhebt sich der gewaltigste Schrecken dieser Zeit: Mordrikal Eisenspucker. Da berührt der Avatar die Klaue des Drachen und knisternd überzieht sich Horn, Schuppe und Haut mit Gold. Mordrikal brüllt und stößt seinen Flammenodem aus und übergießt die goldene Pfote mit seiner Eisengalle. Erhebt er sich träge und spricht ein einziges Wort: ›Tod!‹
Zum ersten Mal kann ein Avatar etwas nicht ganz und gar zu Gold werden lassen, doch gelingt ihm die Flucht. Geschunden erreicht er Irthind, die Hauptcivic des Reiches und Brüllt Befehle. Nun gilt es, die alten Gewohnheiten der Silberwölfe aufzuwecken. Für den Krieg hat man sie geschaffen. Knurrt und fletscht die Zähne!
Ausbruch der Bestie
Nynith Yr`Yrvenaiyt, einer der begnadesten Kristallschleifereien ihrer Zeit reißt von Darun nach Myr, um sich selbst ein Bild der berühmten Kristalle aus den Tiefen zu machen. Die Smavari von Tobathi`Raysa sind zwar nicht müßig und haben gute Steine aus der Tiefe geborgen, aber sie sind auch nicht für diese Arbeit geschaffen und so vertraut Nynith ihnen zu, die größten Schätze übersehen zu haben. So steigt sie selbst in die Dunkelheit hinab und wundert sich genug über die seltsamen unendlichen Kavernen, in die sie gelangt. Sie weiß nichts über die Entstehung dieses längst vergangenen Reiches. Endlich lässt sie sich am längsten Seil, dass je von Silberwölfen geknotet wurde bis zum Boden der verlassenen Stätte hinab und findet eine Art Maschine mit einem wahrhaftig gewaltigen Stein darin. Sie öffnet das Konstrukt und entfesselt ein Inferno, wie es die Smavari seit den Kriegen ihrer Erzeuger, der Nugai, gegen ihre Erzfeinde, die Paun nicht mehr erlebt haben.
Binnen weniger Minuten wandelt der Kristall die Luft in seiner Umgebung zu einem toxischen Gemisch und dieser Vorgang führt zu einer Kettenreaktion, die sich über ganz Myr und wir über seine Grenzen hinaus ausbreitet. Nach nur einem Tag ist alles Leben in dieser Region erloschen. Alles Leben, bis auf eins, den hier unten in der Tiefe schläft die alte Bestie Mordrikal und auch der atmet die giftigen Dämpfen ein. Er würgt und erwacht und heißes Blut ergießt sich aus seinem Nüstern, doch auch das schlimmste Doorengift kann den Drachen nicht töten. Und so erhebt sich der Luge aus der Dunkelheit und bricht mit giftigen Dämpfen und einer riesigen Feuersäule aus dem Berg, um seinen Ärger über die Störung seines Schlafes in die Welt hinaus zu brüllen.
Mordrikals Schlaf
In den unermesslichen Tiefen der Äonen zuvor verlassenen Gewölbe der Dooren schlummert die gewaltigste Bestie ihrer Zeit: Mordrikal Eisenspucker. Unter den Wurzeln des Myrischen Rückens verlaufen seit der Entstehung Tobathi`Raysas geoterme und psionisch aktive Linien und halten den Lugen in einem endlosen Protoschlaf. Weit über ihm erkunden die Smavari ihre Welt und ahnen nichts von den kosmischen Schrecken.unterer ihren Füßen. Eines Tages entdecken die Silberwölfe eine Kristallader, die sich tiefer und immer tiefer in der Dunkelheit verliert. Sie klettern in Risse, finden immer neue Kammern und schon bald erstrahlt das Land Myr in hellem Glanz. Immer tiefer dringen sie vor und schließlich durchbrechen sie das Gewölbe der Doorenkultstätte und hören die prasselnden Steine auf die Schwärze unter ihnen prasseln. Doch dies ist nicht die Geburt der Drachenkriege. Noch ist die Bestie nicht erwacht.
Kydarn dan`Yvorith, der amtierende Avatar des Mirthas kommt von Mirthas`Eysmi, um die Mine von Myr und die Kristalle zu inspizieren. Er erklärt diesen Fund zu einem historischen Ereignis. Längst ist die Herstellung hochwertiger Shimwas nicht mehr aus der smavarischen Kultur wegzudenken.
Nach einer über zehn mal längeren Regierungszeit als alle Avatare vor ihm sieht der untote Dur Haadrian seinen Geist und seine physische Existenz am Ende. Der Funke des Mirthas in ihm hat seine Seele verbrannt und seine Erinnerungen verzerrt. Nun ist er nur noch ein Schatten seiner selbst. Endlich entscheiden sich die Silberwölfe ihm ein Ende zu bereiten und den nächsten Avatar zu wählen. Trotz seines Langzeiterfolges ist keiner von ihnen bereit den selben Weg wie er zu gehen. Erst viele Avatare nach ihm wird es wieder einen Dur geben, der bereit ist, die Unendlichkeit des Daseins gegen die Macht des Asan einzutauschen.
Dur Haadrian nutzt das mathematische Wissen der Herrin der Zahlen, um die Realität der Dimensionen zu verschieben und so Wege durch die Anderwelt zu anderen Welten zu erzwingen, um sein Reich zu vergrößern und neue Ressourcen zu erlangen. Er bestimmt seine Untergebenen über deren Kopf hinweg als Siedler dieser Welten Mirthas`Eysmi hinter sich zu lassen und schickt viele von ihnen in die Verdammnis.
Agay, Basvahuur und Gasura Han werden so dem Reich hinzugefügt, doch keine dieser drei Welten bietet zu dieser Zeit die nötigen Bedingungen, den Smavari ein Zuhause zu bieten. Erst viel später werden sie in der Lage sein, die Biosphären und physikalischen Bedingungen von Planeten so zu gestalten, dass sie ihnen als Habitate dienen können.
Der erste Dur
Haadrian Daresh`aith, der Schuppenfänger ist amtierender Avatar des Mirthas im goldenen Tempel von Dis`Darun auf Mirthas`Eysmi. Er ist ein harter Mann und er weigert sich, sein Ende in glühender Vergängnis tatenlos hinzunehmen. So befasst er sich mehrere Standardjahrhunderte mit nichts anderem, als der Lösung dieses Problems. Schließlich findet er ein Ritual und eine Anleitung zur Beschwörung einer Nugai. Seit Äonen haben die Smavari nichts mehr von ihren Erzeugern gehört, aber sie erinnern sich durchaus an das übernatürliche Wissen der Karwesen. Die Nugai ist Horothaar mHeer, auch bekannt unter ihrem Titel Herrin der Zahlen. Mathematisches Begreifen ist für viele Aspekte des Kar ein Weg, die Realität zu bestimmen. Sie, diese Herrin der Zahlen, soll Haadrians Problem für immer lösen. Er ist schon weit fortgeschritten in seinem glühenden Vergehen, als es ihm tatsächlich gelingt Horothaar mHeer in seine Realität zu ziehen. Was er jedoch von ihr erfährt, lässt ihm gleichzeitig das Blut in den Adern gefrieren und vor Freude lachen. Sein einziger Weg sei der Tod – dies ist der Rat der Mathematikerin. Und nicht genug damit, die zeigt ihm darüber hinaus, wie ein Eltwesen seine Seele vom Leben trennt und daraufhin mit dem eigenen Geist wieder Kontrolle über den Körper übernehmen kann. Gesagt getan und so wird Haadrian Daresh`aith zum ersten untoten Herrscher über das Reich der Smavari. Diesen Herrschern geben die Smavari den Titel Dur (Sand). Er bezieht sich auf den Stillstand der Lebenszeit und die Abweisung des Todes als Geleitet in die Ewigkeit der Anderwelt.
Kein Smavari kann auf Dauer den Funken eines Asan in seiner Seele tragen und so vergeht Aylorthas, der erste Avatar des Mirthas in glühender Qual. Doch die Silberwölfe wollen nach wie vor nicht von ihrem Gott ablassen. Schnell deuteten sie ein neues Gefäß aus ihren Reihen und wieder nutzen sie die Maschine, um den Gott an einen der ihren zu binden. Diesmal ist es der Sänger Urnahmba und nach diesem folgen Hamiyalith, Smagunam, Dyrieas, Flamyrdith und danach noch viele weitere. Ein jeder von ihnen hält Mirthas, ein jeder von ihnen welkt dahin und mit jedem neuen Avatar, in den man Mirthas zwingt, wird seine Stimmung düsterer. Die ausgelaugten und abgelegten Körper aber erlöschen und sie wandeln nie wieder als Lichtgestalten im Schein der Monde.
Mirthas erster Avatar
Der Asan Mirthas verbringt eine lange Zeit bei den Smavari, kultiviert sie und bringt ihnen eine Art der Intelligenz, die sie vorher, als Kriegsvasallen ihrer Erzeuger, der Nugai nicht kannten. Doch eines Tages entscheidet sich Mirthas weiter zu ziehen. Wie die meisten Asan ist er kein sesshaftes Wesen und hält weder an Orten, noch an Freunden fest. Die Smavari sind entsetzt und können sich ein Dasein ohne seine Führung und Liebe nicht vorstellen. So entschließen sie sich, ihren göttlichen Geliebten mit List an sich zu binden. Aylorthas Goldhaut, einer von Mirthas besonders geschätzten Silberwölfen ersinnt eine unheilige Apparatur, mit der er sich in die Lage versetzt, das Wesen Mirthas an seine eigene dunkle Seele zu binden. So wird er zum ersten Avatar – und Gefängnis des Mirthas. Sie Smavari sind zufrieden mit dieser Situation, denn ihre Erzeuger haben ihnen beigebracht taktische Entscheidungen zu treffen und erzwungene Liebe ist aus ihrer Sicht besser, als keine.
Fast fünfhundert Standardjahre verschließt sich der Asan Mirthas vor seinen Smavari. Alle Versuche ihn aufzumuntern scheitern und schließlich empfängt er sie überhaupt nicht mehr. Er versiegelt sogar seinen Tempel in Dis`Darun indem er die Türen zu festem Gold werden lässt. Die Silberwölfe sehen hierin ein Zeichen kosmischen Ausmaßes und erwarten eine in Kürze eintretende Apokalypse – doch viele unter ihnen empfinden diesen Gedanken auch als prickelnd und neu.
Der Asan Mirthas, Herr über die Silberwölfe, lässt die Tore seines Tempels in Dis`Darun für die Öffentlichkeit schließen. Immer seltener erlaubt er kurze Audienzen und an den Tagesgeschäften der Smavari nimmt der überhaupt nicht mehr Teil. In dieser Zeit gelingt es darüber hinaus einem geschickten Schmied namens Ayilathin Nurnioth einen Shimwas in eine Klinge zu setzen und so dem Träger der Waffe einen Teil der Fähigkeiten des in ihr gebundenen Geistes zu übertragen. Heimlich geschieht dies, den die Smavari fürchten Mirthas Zorn und noch mehr fürchten sie seine Abwendung von ihrer Anbetung und Liebe.
Die erste Smavari entscheidet sich für den Freitod, um sich von ihrem geliebten in einen Shimwas (Geistspeicher) binden zu lassen. Die beiden tun dies, weil sie den süßen Schmerz des Verlustes und die immerwährende Pein des niemals ganz getrennt seins auskosten wollen. Dieser Moment zeigt klar den Beginn der allgemeinen Dekadenz der Eltwesen.
Der Mann, Nuryon Lyrthayin, wird von Mirthas kurz darauf in eine Goldstatue verwandelt. Der Shimwas, in den sich der Geist der Frau befindet – ihr verliert sich in den Wirren der Zeit – wird auf Mirthas Befehl hin über der tiefsten Stelle des Meeres den Fluten überantwortet. Sie ist die erste weibliche Silberwölfin, über die ein solches Urteil gesprochen wird.
Nur kurze Zeit nach ihrer Erfindung boomt trotz ihrer Verbotes seitens des Asan Mirthas die Nutzung von Shimwas (Geistspeichern). Es ist plötzlich in Mode Haustiere zu töten, ihre Geister einzufangen und nun als Kristalle bei sich zu tragen. Neueste Shimwas sind in der Lage, bestimmte Aspekte oder gar Fähigkeiten besagter Geister in die Realität ihres Besitzers dringen zu lassen. Als jedoch Mirthas, der Herr der Smavari davon hört, entscheidet er hart durchzugreifen. Er lässt Kristallschleifereien schließen und verwandelt eigenhändig mehrere Hersteller der verbotenen Geistspeicher in Goldstatuen. Dennoch lassen die Silberwölfe nicht von ihrem neuen Hobby ab. Die ungewohnte Härte ihres Herrschers empfinden sie eher als angenehm und das Prickeln des Verbotenen macht den Besitz eines Shimwas um so pikanter.
Dibarin Anandor der Geisterhüter von Irthind entdeckt die Wirkung bestimmter Kristalle auf die entweichenden Essenzen vergangener Eltwesen. Er experimentiert eine Weile und schließlich gelingt es ihm, den Geist eines Toten in einem Kristall zu binden. Er gilt damit als der Erfinder des ersten Shimwas (Geistspeichers).
Seine Erfindung erhält soviel Zuspruch unter den Smavari, dass er kurzerhand an den Hof des Mirthas gerufen wird. Als er dem Asan sein Werk präsentiert, erbost sich dieser und verbietet das Festsetzen von Geistern fürderhin. Den Geisterhüter jedoch verwandelt er kurzerhand in eine Statue aus massivem Gold. Für einen Moment wissen sie Anwesenden nicht, ob sie Dibarin beneiden oder bedauern sollen, aber dann wendet sich Mirthas ab und geschockt müssen die Silberwölfe erkennen, das es für den Erfinder kein Zurück geben wird. Dies ist das erste Urteil dieser Art und der erste Smavari, der durch die Hand eines Asan zu Tode kommt.
Gründung der Civic Irthind und des Landes Raysa auf Tobathi`Raysa. Obwohl der Planet Mirthas`Eysmi zu jeder Zeit der Regierungssitz des smavarischen Reiches ist, sieht man Tobathi`Raysa als dessen Zentralwelt und damit Irthind als Reichshauptcivic.
Grundsteinlegung der ersten echten Civic der Smavari. Dis`Darun ist eine der ältesten und langlebigsten bewohnten Siedlungen aller Zeiten und gilt für Äonen als Regierungssitz des smavarischen Reiches. Als Hauptcivic des Landes Darun ist Dis`Darun darüber hinaus bis zum Zusammenbruch der smavarischen Kulturen einer der wichtigsten Knotenpunkte für transdimensionale Reisen.
Gründung Daruns
Land des Übergangs – Darun – so nennen die Smavari die erste Gemarkung auf Mirthas`Eysmi. Der Gedanke zu diesem Vorgang entstammt aus der Idee der Silberwölfe, die Mirthas über einen langen Zeitraum am nächsten sind. Sie glauben, dass sie sich durch diese Nähe verändern und mit der Zeit alle die Goldhaut ihres Messias tragen werden. Tatsächlich gibt Mirthas dieses Versprechen zu keiner Zeit.
Zeit der Abgrenzung
Immer häufiger streift der Asan Mirthas ohne die Silberwölfe durch die lichten Wälder und Heinr seiner Welten. Er fühlt sich überladen und von einer Sehnsucht erfüllt, die ihm seine Lieben nicht länger erfüllen können. Und wieder müssen die Smavari erfahren sich ein übernatürliches Wesen, welchem sie alle Liebe entgegenbringen, zu der lebende Geister in der Lage sind von ihnen abwendet. Einst von ihren Erzeugern ungeliebt behandelt, ausgenutzt und verlassen, sehen sie sich von einer neuen apokalyptischen Leere bedroht.
Von Mirthas`Eysmi ausgehend entwickeln sich auf verschiedenen Welten und den dortigen Regionen, an die Umwelteinflüsse angepasste kulturelle Eigenheiten bei den Smavari. Waldlebende Rudel schnitzen Bildnisse in Holz, Rudel der Berge behauen Steine und an den Seen und Meeren lebende Smavari entdecken die Schifffahrt und die Entdeckung neuer Ufer.
Die Smavari erlernen das Tun. Von Mirthas aus der ewigen, wölfischen Dunkelheit befreit beginnen sie sich selbst zur ihre Welt aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Sie entdecken das Handwerk und die Kunst.
Mirthas besucht immer wieder mit seinen liebsten Smavari Tobathi`Raysa und andere Welten auf denen versprengte Silberwölfe leben, um auch sie, an seinem Licht teilhaben zu lassen. Er lässt sich lieben und feiern und alle sind glücklich. Die von ihm erzeugten Dimensionsrisse strahlen stark und haben eine zum Teil enorme Halbwertszeit, doch die hierdurch entstehenden biologischen Schäden nimmt er kaum war. Mit der Zeit, lernen die Smavari die so entstandenen planetaren Subraumtore auch ohne ihn zu nutzen und besuchen sich gegenseitig auf ihren Heimatwelten.
Die erste stille Nacht
Unter dem sanften Einfluss von Mirthas verändern sich die Gewohnheiten der Silberwölfe langsam. Zum ersten Mal seit millionen Standardjahren des grausamen Überlebenskampfes verbringen die Smavari auf Mirthas`Eysmi eine Nacht, ohne einander in der Finsternis zu jagen und zu bekämpfen. Sie versammeln sich um die goldene Aura ihres Gastes, während der Asan ihnen das andächtige Betrachten der Monde lehrt. Er zeigt ihnen, dass es selbst in der dunkelsten Nacht ein Licht gibt, dass ihnen den Weg weisen kann. Viele von ihnen setzen zu einem klagenden Gesang an und erfüllen die Nacht mit ihrem wölfischen Gesang.
Ein Funke des Lichts
Der Asan Mirthas betritt aus unbekannten Gründen den Planeten Eysmi und offenbart sich den düsteren Smavari. Er erkennt das Potenzial der Silberwölfe und beschließt eine Weile bei ihnen zu verweilen. Die die Smavari ist Mirthas der sprichwörtliche Funke des Lichts. Er zeigt ihnen, dass es ein anderes Dasein als das lechzen nach Blut und die Vergewaltigung von Schwester und Bruder gibt. Er unterrichtet sie, badet ihre geschundenen Leiber und Seelen in seiner goldenen Aura und lehrt sie den Genuss des puren Daseins. Bald umringen die Silberwölfe ihren Gast wie ein höriges Rudel von Hunden. Sie umschmeicheln ihn und nennen ihre Welt nun Mirthas`Eysmi, das Heim des goldenen Herrn.
Es dauert nicht lange, da reißt Mirthas auch nach Tobathi`Raysa und anderen Welten, auf denen die Smavari einst die die Nugai kämpften und dann von ihnen zurückgelassen wurden. Berührte er einen von ihnen, überzog sich seine Haut mit flüssigem Gold. Dies war Mirthas Art, die Silberwölfe ins Licht zu führen.
Während der Zeit der Dunkelheit geschehen unzählige Perversionen in den Reihen der Smavari. Unter anderem beginnen sie damit, sich mit anderen Wesen zu paaren. Viele der hieraus entstehenden Mutationen tragen das Eltblut der Silberwölfe in ihren Adern und entwickeln sich zu grauenhaften und grotesken Lebensformen. Unter anderem entstehen so Goblins (später Hobgoblins) und unzählige andere Eltwesen. Vor allem viele Rotaugenstämme gehen aus diesen unheiligen Verbindungen hervor.
Die Zeit der Dunkelheit
Die Nugai verlieren in ihren Schlachten gegen die Paun an Bogen. Ihre smavarische Armee reproduziert sich nicht schnell genug und die Verluste sind verheerend. Schließlich überlassen sie die Smavari ihrem Schicksal und versuchen ohne sie über die Paun zu siegen. Von dieser Zeit an kommt es nie noch gelegentlich zu Besuchen der Nugai bei ihren einstigen Kindern. Die Smavari indessen fallen in ein Frühstadium der Barbarei zurück. Alles was sie kennen ist Krieg und der Hunger nach Blut. In Ermangelung anderer Feinde, wenden sie sich gegen ihre eigenen Schwestern und Brüder und versinken in einer grausamen kosmischen Dunkelheit.
Sechster Galaktischer Krieg
Die Nugai führen erbitterte Schlachten gegen ihre Erzfeinde, die Paun. Sie rekrutieren tausende von Smavari, die sie von den Welten Eysmi (dem späteren Mirthas`Eysmi) und der smavarischen Zentralwelt Tobathi`Raysa holen. Sie führen sie durch die Anderwelt zu Orten, die von Vasallen der Paunt bewohnt werden und lassen sie dort furchtbare Gräuletaten ausüben. Immer mehr Welten und Lebensformen werden involviert und schließlich entscheiden sich einige der anderen Aspekte des Kar einzugreifen und dem Massensterben Einhalt zu gebieten.
Die Nugai besiedeln den bis dato unbewohnten Planeten Eysmi (später Mirthas`Eysmi, das Heim des güldenen Herrschers) mit ihren Smavari.